Erfahrungsberichte unserer Freiwilligen vom FSJ und BFD in den ASB Sozialstationen

Juliane
Juliane

Juliane Böhme (19 J.) Bundesfreiwillige in der ASB Sozialstation Barmbek

Eigentlich wollte ich nach meinem Abitur als Au Pair in die USA gehen. Ich entschied mich sehr spontan letztendlich doch dagegen und habe kurzfristig eine Stelle beim ASB in der Sozialstation Barmbek bekommen! Wenn ich jetzt zurückblicke, weiß ich, dass ich keine bessere Entscheidung hätte treffen können. Ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich diesen einjährigen Bundesfreiwilligendienst absolvierte, da er mir persönlich wirklich viel gegeben hat. Ich habe gelernt offen auf fremde Menschen zuzugehen, in ihre Welten einzutreten, sich auf die verschiedenen Persönlichkeiten und eventuelle Krankheiten einzulassen und diese Menschen so gut es geht zu unterstützen. Ich habe viele Geschichten gehört und hautnah erlebt, was es heißt alt zu werden. Diese Erfahrung war für mich insofern wichtig, dass ich nun umso mehr weiß, wie sehr man das Leben nutzen und leben muss, solange man gesund ist.

Auch habe ich mich selbst besser kennen gelernt und bemerkt, dass man doch so einiges tut, wenn man sich nur erstmal überwindet und am Ende kann man stolz auf sich sein!

Außerdem habe ich durch mein BFD zum ersten Mal die richtige Arbeitswelt kennen gelernt und erfahren, was ein ganzer Arbeitstag bedeutet.

An meiner Arbeit mit den alten bzw. behinderten Menschen hat mir so gut gefallen, dass man für andere Menschen Verantwortung übernehmen muss - und zwar wirklich ganz alleine. In schwierigen Situationen musste ich alleine entscheiden, was nun zu tun ist und an solch einer Aufgabe wächst man unglaublich. Wenn man dann noch Anerkennung und Dankbarkeit erfährt, gibt es eigentlich nichts Schöneres.

Dieses vielfältige, bunte, fröhliche und auch fordernde Jahr mit vielen wichtigen Erfahrungen ist nun ein wesentlicher Bestandteil meiner Entwicklung und ich bin sehr stolz auf alles, was ich geleistet habe.

Mein Auslandswunsch ist auch noch nicht vergessen: ich werde nach meinem BFD nach Kanada gehen und dort an einem freiwilligen Projekt mit verletzten Wildtieren teilnehmen bevor ich durch das Land reise.

Also, wenn Du wichtige Erfahrungen für dein ganzes Leben sammeln willst, dann fang mit deinem BFD beim ASB damit an!


Angelina
Angelina

Angelina Peipers, 19 Jahre, Freiwilliges Soziales Jahr in der ASB-Sozialstation Bergedorf/Lohbrügge

Seit knapp einem Jahr bin ich in der ASB-Sozialstation Bergedorf/Lohbrügge im Bundesfreiwilligendienst tätig. Meine Entscheidung, freiwillig aktiv zu sein, ist bereits während des Abiturs gefallen. Ich wollte nach dem Schulabschluss unbedingt ein Jahr etwas Praktisches machen, statt gleich ins Studium einzusteigen. Der Bundesfreiwilligendienst kam mir dort sehr gelegen, da ich hier die Arbeit im sozialen Bereich kennen-  und schätzen lernen konnte.

Beim ASB und an der Arbeit generell gefällt mir gut, dass die Aufgaben  sehr abwechslungsreich sind. Es besteht  durchgehend ein reger Wechsel zwischen Kundenkontakt, administrativer Tätigkeit im Büro und Fahrzeugpflege.  Sehr interessant finde ich die Seminartage, da man hier viel über andere und sich selbst lernt und ich dort neue und wirklich tolle Menschen getroffen habe, die mir ans Herz gewachsen sind.

Durch den Bundesfreiwilligendienst in der ASB-Sozialstation Bergedorf/Lohbrügge wurde ich selbstständiger, kann sensibler auf Hilfsbedürftige eingehen und habe gelernt, auch in schwierigen Situationen ruhig zu bleiben. Außerdem kann ich meine Ideen verwirklichen und trage im Umgang mit meinem persönlichen Kundenkreis viel Verantwortung.

Mein Bundesfreiwilligendienst ist nun bald vorbei und ein weiterer neuer Lebensabschnitt beginnt. Ich starte mit einem dualen Studium in Business Administration. Die Zeit beim ASB habe ich sehr genossen und kann den Freiwilligendienst nur weiterempfehlen. Es lohnt sich!


J.-P. Meyn
J.-P. Meyn

J.-P. Meyn, 62 Jahre, Bundesfreiwilligendienst in der ASB-Sozialstation Eidelstedt

Für den Bundesfreiwilligendienst habe ich mich entschieden, da ich noch einmal etwas ganz anderes machen wollte. Von Beruf bin ich Zahntechniker.

Im Vorwege meiner Freiwilligentätigkeit habe ich mich bei mehreren Trägern informiert und zum Teil Einblicke in die Arbeitspraxis gewonnen.

Beim ASB hatte ich schon beim ersten Gespräch den Eindruck von Professionalität und entgegenkommender Freundlichkeit und konnte mir deswegen eine Arbeit dort gut vorstellen.

Die Tätigkeit in der ASB-Sozialstation Eidelstedt war für mich sehr abwechslungsreich. Ich habe viele unterschiedliche Menschen kennen gelernt und man hat mich freudig empfangen. Es war ein sehr schönes Gefühl, bei Kunden und Kollegen gern gesehen zu sein. Besonders berührt war ich von der Dankbarkeit der Kunden und mit wie viel Offenheit sie mir begegneten. Jeden Morgen in der S-Bahn habe ich mich auf den Tag im ASB gefreut. Es herrschte ein sehr positives Betriebsklima zwischen den Büromitarbeiterinnen und den Pflegekräften.

Über die Wertschätzung, die mir entgegen gebracht wurde, habe ich mich gefreut. Meine Tätigkeit wurde sehr sorgfältig gemanagt und meine Anwesenheit effizient genutzt. Auch der Erste-Hilfe-Kurs, den ich während meiner Arbeitszeit absolvieren konnte, war ein sinnvoller Bestandteil meiner Freiwilligenzeit.

Für mich persönlich war die Tätigkeit beim ASB sehr bereichernd. Ich bin froh, dass ich mich nochmal in einem sozialen Arbeitsbereich erproben konnte. Nach dem Freiwilligendienst möchte ich mich an zwei Tagen in der Woche weiterhin ehrenamtlich beim ASB engagieren. Ich empfehle allen Interessierten, auch denen im fortgeschrittenen Alter, den Schritt in den Bundesfreiwilligendienst zu wagen und etwas Neues auszuprobieren. Es kann eine sehr erfüllte Zeit sein.