Die mobile Kleiderkammer

Die mobile Kleiderkammer für Flüchtlinge in Hamburg

Wir helfen - Die mobile Kleiderkammer

Dezember 2013

Die Flüchtlingssituation in Hamburg hat sich in der letzten Zeit erheblich zugespitzt. Viele Asylbewerber, die in Hamburg gestrandet sind, hängen aufgrund des nicht geklärten Status in der Luft: Keine Arbeit, anfangs keine Krankenversicherung und nur eine spärliche Versorgung, die der Gesetzgeber vorgesehen hat. In diesem Herbst sollten, zunächst ca. 200 Flüchtlinge in einer Einrichtung der behördlichen Zentralen Erstaufnahme  untergebracht werden. Vorgesehen waren hierfür Container und Zelte. Die Flüchtlinge sollen hier maximal drei Monate verbringen, bis entschieden wird, ob sie einen Asylantrag stellen können oder ob sie wieder zurück in ihre Heimat müssen. Durch den Zustrom an Flüchtlingen wurde in der Einrichtung Schnackenburgallee 81-83  in den vergangenen acht Wochen die Kapazität auf 600 Menschen aufgestockt. Bis zu 800 könnten es noch werden. Die Flüchtlinge kommen aus dem Iran, Irak, Tschetschenien (Russland), Afghanistan und aus anderen Ländern. Ihre Chancen auf Asyl sind für den Großteil von ihnen gering.

Wenn ein solches „Flüchtlingsdorf“ so schnell aus dem Boden gestampft werden muss, fehlt es natürlich an vielem: an Medikamenten, generell an der medizinischen Erstversorgung, an Dolmetschern, an Kleidung, an persönlichen Hygieneartikeln, an Spielzeug für die ca. 200 Kinder und auch an Freizeitangeboten. Es fehlt das komplette Netzwerk von Hilfe, Beratung und Ehrenamt. In dieser Situation haben sich der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Ortsverband Hamburg-Mitte e.V., die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. , Regionalverband Hamburg Osteuropahilfe, die Hamburger Tafel e.V. und die Evangelische Luthergemeinde Hamburg-Bahrenfeld zusammengetan, um diesen Menschen, darunter viele Kinder und Frauen, zu helfen. In der Asylbewerberunterkunft der Zentralen Erstaufnahme des Einwohnerzentralamtes der Behörde für Inneres in der Schnackenburgallee werden derzeit 600-700 Flüchtlinge jeglichen Alters aus verschiedenen Nationen bis zu drei Monate untergebracht und vom staatlichen Träger „Fördern und Wohnen AöR“ betreut. Als eine der größten Probleme erweist sich die Ausstattung der Bewohner/innen mit Bekleidung, die für die Behörde anfangs kaum möglich ist. Auch  eine dort ehrenamtlich betriebene kleine Kleiderkammer stößt allein schon wegen des Raummangels an ihre Grenzen. Hier wollen wir mit unserer Mobilen Kleiderkammer regelmäßig helfen. Am Freitag, den 6. Dezember 2013 von 09.00 h-12.00 h werden wir mit der unentgeltlichen Ausgabe insbesondere von Bekleidung (auch Schuhe), Spielzeug (wie z. B. Kuscheltiere), Süßigkeiten (vorrangig für Kinder), aus einem entsprechend hergerichteten großen Sattelauflieger heraus beginnen. Danach soll unter der Woche 1-2 Mal und sonnabends (jeweils vormittags) die regelmäßige Ausgabe vor Ort erfolgen. Die Aktion ist auf vorerst 6 Monate ausgerichtet. Die logistische Abwicklung erfolgt über das Logistikzentrum Auslandshilfe des ASB Ortsverband Hamburg-Mitte in Rissen und die Evangelische Luthergemeinde Hamburg-Bahrenfeld.