ASB Gambia

Health Center DIPPA KUNDA

ASB Gambia Health Center

Die mit Hilfe vom ASB Lüneburg gegründete NGO “ASB Gambia“ wurde 2001 ins Leben gerufen uns bereits im Mai 2002 wurde die Klinik in Dippakunda eröffnet. Die ASB Klinik Gambia leistet seitdem einen wesentlichen Beitrag dazu, die Situation für die Menschen vor Ort zu verbessern. Dabei steht die medizinische Versorgung im Vordergrund. Jährlich behandelt die Klinik bis zu 40.000 Patienten. Zusätzlich bildet sie eigenes Fachpersonal aus und ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. 56 lokale Mitarbeiter und zwei deutsche Führungskräfte beschäftigt die Klinik. Zusätzlich derzeit noch drei Freiwillige aus dem Weltwärts Programm und lokale Praktikanten. Der ASB Gambia ist eine eigenständige NGO, sieben Vorstandsmitglieder steuern die Belange des Vereins. Die NGO / Verein wurde nach dem Vorbild des ASB Deutschland gegründet, die Satzung und das Leitbild des ASB in Deutschland steuern die Belange.

Health Center Dippa Kunda

Ambulante Versorgung

Montags bis Freitags von 8:00 bis 15:00 Uhr ist die Kernzeit  der ambulanten Versorgung von Patienten. Erwachsene bezahlen 25,00 Dalasi und Kinder nur 15,00 Dalasi für eine Konsultation. Das beinhaltet nicht nur die Untersuchung, sondern auch eine Krankenkarte. Vier Krankenschwestern, zwei Mitarbeiter an der Rezeption, eine Apothekenhelferin und ein Krankenpflegehelfer im Verbandsraum kümmern sich um diese Patienten. Zusätzlich müssen die Patienten für ihre Medikamente zahlen.

Die Einnahmen decken nicht die Kosten für Personal, Medikamente, Verbandmittel, Strom und Wasser und Reinigungsmittel. Wenn tausende von Patienten jährlich durch die Räumlichkeiten geschleust werden, so hinterlässt das Spuren und eine jährliche Renovierung wäre nötig. Die Beschaffung von Medikamenten stellt das größte Problem dar. In Gambia können wir die meisten benötigten Medikamente im Großhandel kaufen, allerdings sind die Preise gegenüber dem europäischen Markt zwischen 100 und 500% teurer. Dem ASB Gambia fehlen die finanziellen Mittel, um einmal im Jahr eine Großbestellung in Holland/Imres oder Deutschland aufzugeben und per Container nach Gambia zu verschiffen. Es bleibt weitgehend nur der teure Einkauf in Gambia, die Einnahmen der Klinik schrumpfen und die Nachhaltigkeit bleibt auf der Strecke.

Für den Kauf von Medikamenten werden jährlich zusätzliche finanzielle Mittel von ca. EUR 25.000,00 benötigt.

Statistik

2019 = 20.222 Patienten

2018 = 22.960 Patienten

Wunderversorgung

2019 = 907 Patienten

2018 = 1.499 Patienten

Schwangerschaftsvorsorge

Die Schwangerschaftsvorsorge ist eine der wichtigsten Aufgaben der ASB Klinik, denn eine gute Vorsorge reduziert die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen. 

Es werden zurzeit ca. 600 Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen im Monat durchgeführt. Hierzu gehören unter anderem Ultraschallkontrollen und die üblichen Laboruntersuchungen.

Die Patienten werden registriert und bekommen eine persönliche Health Card, auf der alle Untersuchungsergebnisse schriftlich festgehalten werden. Auf diese Weise wissen die Patienten wann sie zur nächsten Kontrolle in die Klinik müssen.

Zur Vorsorge gehört auch, dass alle Patientinnen eine Beratung zum Thema HIV erhalten und ca. 85% der werdenden Mütter lassen sich daraufhin freiwillig testen. Gambia gehört zu den Ländern mit der höchsten Mütter- und Kindersterblichkeitsrate auf der Welt und 65% aller neuinfizierten HIV Fälle in Subsahara Afrika entstehen durch den Übertragungsweg Mutter zu Kind. Von ca. 10 Patienten, die sich auf das HI-Virus testen lassen, werden 1 bis 2 positiv getestet. So können diese Patienten in unser "Care Program" aufgenommen werden. Sie werden in regelmäßigen Abständen beraten und mit Medikamenten versorgt. 

Statistik

2019 = 11.436 Patientinnen

2018 = 10.897 Patientinnen

Geburten

Monatlich werden im Durchschnitt 125 Kinder zur Welt gebracht.

Alle Kinder werden direkt nach der Geburt versorgt und in einen Inkubator gelegt. Die Wärme und die erhöhte Luftfeuchtigkeit sorgen dafür, dass sich die Lungen der Neugeborenen besser entfalten und entwickeln.

Wenn eine Spontangeburt nicht möglich ist, kann ein externer Gynäkologe hinzu gerufen werden, der im hauseigenen Operationssaal einen Kaiserschnitt durchführen kann. Mutter und Kind werden noch einige Stunden überwacht. Wenn keine Komplikationen auftreten, werden sie noch am selben Tag entlassen. Bedingt durch eine sehr aufwendige und regelmäßige Schwangerschaftsvorsorge, sind Komplikationen nur selten zu verzeichnen.

Statistik

2019 = 1.444 Geburten

2018 = 1.679 Geburten

Impfaktionen

Zweimal in der Woche (jeden Mittwoch und Samstag) können Mütter mit ihren Neugeborenen und Kindern (bis 5 Jahre) zum Impfen in die Klinik kommen. 

Im Durchschnitt werden ca. 1.000 Kinder pro Monat geimpft.

Es werden alle wichtigen Kinderimpfungen wie Hepatitis, Tetanus, Polio, Diphterie etc. verabreicht.

Das Impfprogramm wird von UNICEF unterstützt.

Alle Impfmedikamente werden kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Statistik

2019 = 14.082 Impfungen

2018 = 10.680 Impfungen

FACE

Seit 2005 läuft das Projekt FACE in der ASB Klinik in Gambia.

PD. Dr. Dr Lei Li (Chefarzt der Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und plastische Operationen / Klinikum Oldenburg), Prof. Hölzle (Chefarzt für Dermatologie und Allergologie / Klinikum Oldenburg), Dr. Dr. Joachim Siegert (Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie / Gifhorn) und Frau Dr. Dr. Eva Gudewer (Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie/ Oberärztin Klinikum Oldenburg) gehören zu dem Ärzteteam, das einmal im Jahr Patienten in der ASB Klinik operieren.

Jedes Jahr stehen viele kleine und große Patienten auf der Warteliste, die aufgrund des kurzen Zeitraums in dem das deutsche Ärzteteam unsere Klinik besucht, nicht alle operiert werden können. Die Alternative - eine Reise nach Europa - ist aussichtslos. Mögliche anfallende Kosten lägen ca. zwischen EUR 10.000,00 und EUR 30.000,00 pro Aufenthalt. Eine Operation in unserer Klinik kostet uns durchschnittlich „nur“  EUR 280,00 bis EUR 300,00

Statistik

2019 = 75 Operationen

100 Kinder +

Unser Projekt 100 Kinder + liegt uns sehr am Herzen, denn viele Kinder haben keine Chance  operiert zu werden. Leistenbrüche, Bauchnabelbrüche, Knochenbrüche usw. sind oft unversorgt. Kinder sterben oder verlieren ihre Gliedmaßen und erleiden Behinderungen, die vermieden werden könnten.

Dieses Projekt haben wir in 2013 gemeinsam mit dem ASB-Gambia ins Leben gerufen.

Viele Kinder aus Gambia warten auf eine Operation. Die staatlichen Gesundheitssysteme sind in einem desolaten Zustand, so dass viele Kinder letztendlich behindert bleiben, chronisch krank werden oder sterben. Unser ehrgeiziges Ziel ist es, in den nächsten 12 Monaten 100 Kinder (oder mehr?) in der Klinik zu operieren.

Erfahrene afrikanische Ärzte führen diese Operationen durch. Sie sind motiviert, da alle dafür benötigten Materialien sowie das qualifizierte Personal der Klinik vorhanden sind.

Jüngere Ärzte bekommen die Gelegenheit zu assistieren, um mehr Erfahrungen zu sammeln. Die afrikanischen Ärzte können dies jedoch nicht unentgeltlich leisten, da sie sich und ihre Familien ernähren müssen. Operiert werden Hernien (Leistenbrüche, Nabelbrüche) und Knochenbrüche. Es geht aber u. a. auch um die operative Versorgung von infektiösen Wunden, um Blutschwämme und Blinddarmoperationen.

Die Gesamtkosten einer derartigen OP betragen 385,00 €, die sich wie folgt zusammensetzen:

Arzthonorar 133,00 €

Anaesthesist 34,00 €

OP-Personal 15,00 €

Krankenhauskosten 203,00 €

TEETH

Ein Lächeln für Afrika

Der gemeinnützige Verein "Ärzte Helfen e.V." wurde 2009 von Pd. Dr. Dr. med.-dent. Steffen Köhler in Berlin gegründet.

Im März 2010 wurde in der ASB Clinic eine kompletten Zahnarztstation einschließlich Zahnlabor errichtet und das Projekt TEETH implementiert.

Ein Teil der ASB Klinik wurde umgebaut, so dass ein Raum für die zahnärztliche Versorgung geschaffen werden konnte. Die komplette Einrichtung wurde von „Ärzte Helfen e.V.“ zur Verfügung gestellt. Ein Techniker aus Deutschland hat die komplizierte Einheit aufgebaut und seit  März 2010 werden Patienten behandelt. Ein Oral Health Worker und ein Assistent wurden über „Ärzte Helfen e.V.“ eingestellt, welche die Patienten während der Regenzeit dann auch allein versorgen müssen. Bis heute haben bereits neun deutsche Zahnärzte das Projekt besucht und vor Ort gearbeitet. Die Ärzte kommen während der Trockenzeit für ca. 10 Tage nach Gambia. Sie bringen gleichzeitig auch benötigte Medikamente und Ausstattung mit. Die Kosten für den Aufbau der Klinik, sowie die laufenden Kosten tragen „Ärzte Helfen e.V.“, die Einnahmen kommen der ASB Klinik zu Gute.

Neben Füllungen, Wurzelbehandlungen und herausnehmbaren Zahnprothesen werden täglich zahlreiche Extraktionen durchgeführt. Ziel ist es die prothetische Versorgung auch in den nächsten Jahren weiterhin auszubauen.

Die Mundhygiene der Patienten ist häufig sehr schlecht, da Zahnpflegeprodukte für viele Menschen zu teuer sind und das Wissen über Zahnpflege fehlt. Traditionell werden die Zähne mit Holzstöcken geputzt, was jedoch meist nur einen schwachen Reinigungseffekt hat. Zudem wird viel Zucker (im Tee) konsumiert, was die Karriesbildung stark fördert.

Um den Menschen in Serrekunda weiterhin helfen zu können, sind wir dringend auf die Hilfe aus Deutschland angewiesen!

Auch kleine Beträge können uns schon helfen!

neues OPG Röntgengerät

Im März 2019 hat das Team von Ärtze Helfen e.V.  das neue OPG Röntgengerät in der Dental Clinic aufgebaut.

Dieses Gerät wird auch dringend für das Face Projekt benötigt und der ASB Gambia kann damit auch andere Kliniken und Zahnärzte bei der Diagnostik unterstützen.

OPG Röntgengerät

Dental Clinic Staff

Es ist sehr schwierig in West Afrika Fachkräfte zu bekommen, daher sind wir sehr glücklich, dass wir nun Dr. Kebe aus Mali zu unserem Team dazu zählen dürfen!

Dr. Kebe

Zusammen mit der Zahnarzthelferin Bintou versorgt Dr. Kebe nun unsere Patienten in der Dental Clinic.

Zahnarzthelferin Bintou

Statistik

2019 = 6.034 Patienten

2018 = 3.400 Patienten

JUMP

OP-Projekt "JUMP" von Drive to Help e.V:

Seit nunmehr einigen Jahren unterstützt der gemeinnütziger Verein Drive to Help e.V. die ASB Health Clinic in Gambia in Westafrika auf materieller sowie vor allem finanzieller Ebene. Seit 2007 fliegt im Rahmen des FACE-Projekts jedes Jahr ein deutsches Ärzteteam nach Gambia, um schwerpunktmäßig Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und Gesichtstumoren zu operieren. Zur Erweiterung des Spektrums und aufgrund der großen und ständig wachsenden Nachfrage, wurde das Projekt JUMP ins Leben gerufen.

Erstmals war im November/Dezember 2019 ein weiteres OP-Team unter der Leitung von Daniel Trötschler (Chefarzt Chirurgie des Spital Zweisimmen/Schweiz) und Dr. Sebastian Starke (Arzt) in Gambia, um in einem zweiwöchigen Operationsmarathon schwerpunktmäßig unfallchirurgische Eingriffe an kleinen und großen Patienten durchzuführen. Neben der Versorgung von frischen und alten Frakturen wurden auch Kontrakturen gelöst, Verbrennungen behandelt und Hernien operiert. Insgesamt konnten über 50 Operationen mit sehr zufriedenstellenden Ergebnissen durchgeführt werden. Da es in Gambia viele Patienten gibt, die nach einer Verletzung keine angemessene medizinische Therapie erhalten können und daher langfristig in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, wollten wir diesen Menschen durch eine Operation eine neue Lebensqualität ermöglichen, damit auch Freudensprünge wieder möglich sind – JUMP!

Die anfallenden Kosten für eine Operation in der ASB Health Clinic belaufen sich in etwa auf 280€ für das Material. Vergleichbare Operationen in Deutschland kosten zwischen 10.000€ und 30.000€ pro Aufenthalt. Das medizinische Team arbeitete selbstverständlich unentgeltlich.

Operationen waren für Kinder kostenlos, Erwachsene bezahlten einen kleinen Anteil, wenn es ihre finanziellen Möglichkeiten zuließen. Motivation des Projektes war es mit verhältnismäßig einfachen Eingriffen die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu verbessern oder gar Menschenleben zu retten. Denn Menschen mit körperlichen Einschränkungen haben es in der gambischen Gesellschaft sehr schwer. Bereits im Vorfeld wurde das Projekt via Fernsehen und Radio in ganz Gambia angekündigt, um die Bevölkerung darüber zu informieren.

Mit JUMP sollte ein nachhaltiges Projekt geschaffen werden, welches außerdem dem Klinikpersonal die Möglichkeit gibt, sich mit deutschen und schweizer Ärzten auszutauschen und zusammenzuarbeiten. In dem Projekt steckt viel Herzblut und natürlich sollen die Klinik sowie JUMP auch in Zukunft weitergeführt werden. Wie so oft ist das Bestehen der Klinik leider abhängig von finanziellen Mitteln. Jedes Jahr versuchen wir, die benötigten Gelder durch Spenden zu sammeln. Wir sind optimistisch und hoffen für unsere kleinen und großen Patienten, dass das Projekt auch langfristig stattfinden kann. Drive to Help e.V. garantiert Ihnen, dass Ihre Spende zu 100% in das Projekt JUMP fließt. Wir freuen uns, wenn Sie die ASB Health Clinic in Gambia unterstützen und uns dabei helfen über JUMP 2019 hinaus das Projekt und einen dauerhaften Krankenhausbetrieb weiterzuführen.

Das anreisende Team wurde von den Drive to Help e.V. Vereinsmitgliedern Dr. Sebastian Starke (Arzt), Benedikt Burger (Notfallsanitäter und Medizinstudent), Julian Ganter (Rettungssanitäter und Medizinstudent) und Laura-Jane Wendler  (Ärztin) unterstützt.

Statstik

2019 = 51 Patienten

HIV / AIDS

Zurzeit werden 182 HIV positive Patienten mit ART (Anti Retroviral Therapy) Medikamenten versorgt. Dies ist ein großer Aufwand, nicht nur die spezielle medizinische Versorgung der Patienten, die med. Versorgung von Begleiterkrankungen, die Sterbebegleitung auch die zu leistende Sozialarbeit ist enorm. Diese Patienten erhalten zusätzlich Nahrungsmittel (Reis, Öl, Erdnussbutter, Zucker, Ölsardinen), diese müssen ordnungsgemäß verteilt werden, es gibt verschiedene Systeme, einmal die Nahrungsmittel für den jeweiligen Patienten und als zweitens die Versorgung von Kindern der betroffenen Eltern. Den ordnungsgemäßen Ablauf zu organisieren stellt eine bürokratische Herausforderung dar, für die der ASB extra einen Mitarbeiter eingestellt hat, der für die korrekte Verteilung und die entsprechenden Statistiken verantwortlich ist. Die Nahrungsmittel werden vom Global Fund zur Verfügung gestellt.

Ein Team aus Krankenschwestern, Sozialarbeitern, Management und Helfern kümmert sich um diese Aufgabe. Mittlerweile sind 90% des medizinischen Personals in die Versorgung von HIV / AIDS Patienten involviert.

Zu den 182 Patienten, die aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes ART Medikamente erhalten, kommen 480 infizierte Patienten, die unter ständiger med. Kontrolle sind und eine Präventiv Therapie erhalten. Jede Woche kommen 4-5 neue positive Patienten dazu, 60% der Infizierten werden durch die freiwilligen Test während der Schwangerschaft entdeckt.

Der ASB Gambia ist ein sog. „Sub Grantee“ vom „National Aids Control Program“ (NACP),- ein staatliches Organ, diese wiederum sind „Sub Recipients“ vom National Aids Secretariat(NAS), die  einer der beiden „Principle Recipients“ vom Global Fund sind. NAS muss sich das Geld mit „Action Aid“ teilen, die ebenfalls „PrincipleRecipients“ sind. Seit Dezember 2009 läuft das ART Projekt unter dem „Global Fund Round 8“. Diegrößte Herausforderung  für den ASB Gambia ist es, mit dem vorhandenen Budget, das  ihm vom National Aids ControlProgam (NACP) als „Sub Grantees“ bewilligt wurde, auszukommen.

Als Beispiel: Laut Budget für das Jahr 2010 war antizipiert, dass der ASB bis Dezember 2010  ein Volumen von 79 Patienten, die ART Medikamente erhalten, haben würde. Für den Dezember des folgenden Jahres rechnete man dies dann hoch auf ein Volumen von 104 Patienten. Diese Hochrechnungen stellten sich aber bereits bis November 2010 als unrealistisch heraus, denn zu diesem Zeitpunkt behandelte der ASB schon 182 Patienten mit ART Medikamenten bei gleichbleibendem Budget ausgerechnet auf 79 Patienten. Die Anzahl der infizierten Patienten steigt beständig an. NAS hat dem ASB diesbezüglich einen Gesprächstermin für Ende Dezember 2010 eingeräumt.

Seit August 2010 arbeitet der ASB zusätzlich mit zwei neuen Projektpartnern: Catholic Relief Service (CRS) und Action Aid (AA). Action Aid, als zweiter „Principle Recipient“, bezieht seine Gelder ebenfalls vom Global Fund und bedient  CRS als „Sub recipient“, die wiederum noch von anderen Geldgebern unterstützt werden und somit  zusätzlich noch über „eigene funds“ verfügen. Im September startete der ASB mit diesen beiden Partnern das „Home Base Care“ Projekt; dies Projekt soll der besseren Versorgung der HIV Patienten dienen. Das Ziel ist, eine gute Versorgung auch zuhause sicherzustellen. Hier ist  besonderes Augenmerk  auf die Instruktion der Familienangehörigen gelegt, die den Kranken pflegen und oft nicht wissen, wie man dies am besten gewährleisten kann. Außerdem sollen regelmäßige Besuche des ASB Sozialarbeiters – und wenn erforderlich – auch von ausgebildeten Krankenschwestern erfolgen. Der Patient soll medizinisch und psychosozial betreut werden.

15  unserer Krankenschwestern und Sozialarbeiter nahmen an  einem Trainig in Home Base Care (HBC) teil und sind nun in der Lage, das Programm kompetent durchzuführen. Für jeden Besuch werden sie  mit einer „allowance“ entlohnt, die von den beiden Projektpartnern (AA und CRS) bezahlt werden.  Unter unserem med. Personal sind drei Personen als Supervisors ausgewiesen, die für den korrekten Ablauf  verantwortlich sind. Die Implementierung dieses Projekts sichert dem ASB Aufwandsentschädigungen für Büroausgaben, Strom und Wasser sowie Benzin –und Generatorkosten.

Labor

Von 2003 bis 2004 lief das Projekt/Aufbau des Labors, finanziert vom ASB BV. Mittlerweile arbeiten zwei Laboranten und eine Laborassistentin in der ASB Klinik. Alle gängigen Laboruntersuchungen können durchgeführt werden. Das Labor arbeitet gewinnbringend. Aber es fehlt an Geräten und Ausstattung. Weiterführende Untersuchungen wie Leber- und Nierenfunktionstests können wir nicht durchführen. Patienten haben dann nur die Möglichkeit in teure Privatlabore zu gehen und das können sich nur wenige leisten. Ein Reflotrongerät und die nötigen Teststreifen (ca. 4000,00€) würde ein weitaus bessere med. Versorgung der Patienten bedeuten und die Einnahmen der Klinik erhöhen. Die Investition hätte sich in spätesten einem Jahr amortisiert.

Statistik

2019 = 55.030 Labor Tests

2018 = 44.285 Labor Tests

OP

OP Saal des ASB Health Centers

Statistik

2019 = 380 Operationen

2018 = 257 Operationen

Bettenstation

Neun stationäre Betten stehen zur Verfügung, die Belegungsrate liegt bei 85%. Bedingt durch die ständig steigende Zahl der HIV/AIDS infizierten Patienten, belegt diese Patientengruppe 50% der Betten. Die Versorgung dieser Patienten ist aufwendig und oft kompliziert, weil im ganzen Land spezielle Medikamente und die entsprechende Diagnostik für die Versorgung fehlen. Die Einnahmen der Bettenstation decken nicht die laufenden Kosten.

Statistik

2019 = 587 Patienten

2018 = 423 Patienten

Krankentransportdienst

Im November 2012 ist ein Container mit Hilfsgütern hier eingetroffen, Medikamente, med. Ausrüstung und ein Rettungswagen waren geladen. Der RTW ist eine Spende vom ASB Hamburg, das Fahrzeug ist in einem technisch einwandfreien Zustand und wird Ende Dezember in den Einsatz gehen. Zwei Freiwillige aus dem „Weltwärts“ Programm werden zusammen mit unseren lokalen Krankenschwestern das Fahrzeug besetzen. Der RTW ist mit EKG / Defibrilator, Sauerstoff und allem nötigen ausgestattet. Mit Verlegungstransporten nach Dakar / Senegal wollen wir versuchen, weitere Einnahmen für die ASB Klinik zu sichern.

Im September 2018 ist der neu Rettungswagen - eine Spende vom ASB Peine - in Gambia angekommen. Die Garage ist fertig und der alten RTW, der technisch noch sehr gut ist, wurde an ein Dorf im Landesinneren gespendet. In Sutukoba wird der RTW eingesetzt um Patienten in das nächste weit entfernte Krankenhaus zu bringen. Dies ist wichtig, weil dieses Dorf sehr abgelegen ist und Hilfe oft zu spät kam.

neuer RTW vom ASB Peine
RTW Garage

Statistik

2019 = 270 Fahrten

2018 = 292 Fahrten

Wasser für das ASB Health Center

Seit dem 25. März 2018 gibt es dauerhaft fließendes und sauberes Wasser in der ASB Klinik.

Es ist so wunderbar, die Toiletten funktionieren, unsere Reinigungskräfte können zu jeder Zeit waschen, die Patienten haben fließendes Wasser zum duschen, die Schwestern müssen keine Wassereimer mehr schleppen u.v.m.

Mit den Spenden von Drive to Help e.V.  konnte der ASB Gambia einen Brunnen (32m tief) bohren lassen, neue Leitungen legen, ein Pumpensystem installieren und endlich haben wir keine Wassersorgen mehr.

Wasserspeicher

Solaranlage

Die Solaranlage, läuft seit August 2016 ohne Probleme und ist sehr wertvoll für die Klinik. Sie spart dem ASB Gambia zwischen €350,00 und €380,00 im Monat.

Solaranlage auf dem Dach des ASB Health Center
Kontakt
ASB Ortsverband Hamburg-Mitte e.V.

Suurheid 20, Halle 15
22559 Hamburg


Telefon: +49 40 831131
Fax: +49 40 835995

Öffnungszeiten:

Mo:
10 - 19 Uhr
Di:
10 - 17 Uhr
Mi:
10 - 17 Uhr
Do:
10 - 17 Uhr
Fr:
11 - 15 Uhr

Auslandshilfe-Logistikzentrum:
Mo. bis Do. von 10:00 bis 15:00 Uhr Zufahrt via Sieversstücken

ASB Ortsverband Hamburg-Mitte e.V.

Suurheid 20, Halle 15
22559 Hamburg


Telefon: +49 40 831131
Fax: +49 40 835995

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