Bevölkerungsschutz des ASB Hamburg

Übung eines Massenanfalls von Verletzten nach einem Autounfall (Foto: Henning Angerer für den ASB Hamburg)

"Luftschutzhilfsdienst", so hieß es damals. Um im Kriegsfall die Zivilbevölkerung zu schützen, wurden damals Einheiten aus Freiwilligen aufgestellt. Heute spricht man von Bevölkerungsschutz, welcher immer noch in großen Teilen auf ehrenamtlichen Engagement beruht. Der Bevölkerungsschutz kann in den

  • Katastrophenschutz (Einsätze im Rahmen von z.B. Naturkatastrophen) und den
  • Zivilschutz (Einsätze im Rahmen der zivilen Verteidigung) aufgeteilt werden. Hierbei unterscheidet sich der ASB klar von den anderen Hilfsorganisationen. Er bietet seine Hilfeleistungen ausschließlich zum Schutz der Zivilbevölkerung im Verteidigungsfall der Bundesrepublik Deutschland und nicht im militärischen Bereich an.

Auch zu Einsätzen unterhalb der Katastrophenschwelle (z.B. Großschadenslagen) und ohne zivilen Verteidigungsfall, z.B. zur Evakuierung wegen einer Bombenentschärfung oder bei der Suche nach vermissten Personen in unzugänglichen Gebieten, werden unsere Einsatzkräfte alarmiert. Der Einsatz dieser ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist unverzichtbar und aus dem System nicht mehr wegzudenken. Ein starkes und gut ausgebildetes Team ist dafür die Grundlage. Dabei leben wir unser Motto:

Wir helfen hier und jetzt...

                                         ...für Hamburg.

Für den Einsatz bereit

Um im Einsatzfall effektiv arbeiten zu können, streben wir eine gute Ausbildung und regelmäßige Fortbildung unserer Einsatzkräfte an. Lehrgänge zum Sanitätshelfer oder Sanitäter bieten wir regelmäßig selbst an. Bei anderen Ausbildungen werden wir von unsrem Bildungswerk des ASB Bundesverbands unterstützt oder schicken unsere Helfer zu überregionalen Lehrgängen. Neue Helfer können sich also auch ohne besondere Vorkenntnisse an uns wenden und werden dann entsprechend aus und fortgebildet. Zudem besteht die Möglichkeit, Ausbildungen z.B. bei anderen Hilfsorganisationen oder der Feuerwehr zu durchlaufen und sich diese ganz- oder teilweise anerkennen zu lassen.

Neben den Ausbildungsveranstaltungen finden darüber hinaus Dienstabende in den Einheiten statt. So soll das erlernte Wissen gefestigt und ggf. aufgefrischt werden. Arbeitsabläufe wie zum Beispiel das Erheben von Vitalparametern kann so sicher durchgeführt werden.

Ein weiterer Aspekt: Praktische Übungen. Das beste theoretische Wissen bringt nichts, wenn man es in der Praxis nicht umsetzten kann. Da es in Hamburg glücklicher Weise nicht regelmäßig zu Großschadenslagen kommt, führen wir Übungen durch. Diese können von kleinen Übungen ganz spezieller Abläufe (z.B. Aufbau eines Zeltes für die Behandlung von Patienten) hin zu ausgedehnten Vollübungen ganzer Einsatzszenarien (z.B. Massenanfall von Verletzten nach einem Busunfall) reichen. So soll den Einsatzkräften auch in komplexen Situationen Sicherheit gegeben werden und Arbeitsabläufe schnell von der Hand gehen.

Beispielübung: BOSEx 2019

Der zentrale Punkt in unseren Einsätzen ist und bleibt der Mensch und Menschen sind sehr unterschiedlich.
Jung oder Alt - Gesund oder Erkrankt - Geistig gesund oder mit Einschränkungen - Ängstlich oder Tapfer - ...
Um auch den Aspekt Mensch in unserer Arbeit zu berücksichtigen und zu lernen, wie unterschiedliche Menschen zum Teil auf die gleiche Situation ganz unterschiedlich reagieren und wie wir trotzdem gute Arbeit leisten können, beteiligt sich der ASB Hamburg bei der Absicherung von Veranstaltungen. Durch die Stellung von sogenannten Sanitätswachdiensten können Einsatzkräfte auch ohne Katastrophenlage den Umgang mit verschiedenen Menschen erleben und stellen dabei die Sicherheit auf der Veranstaltung sicher.

Sanitätswachdienst für Ihre Veranstaltung anfordern

Wir gemeinsam für Hamburg

Skizzierte Aufteilung der Hamburger Ortsverbände (Foto: ASB Hamburg)
Skizzierte Aufteilung der Hamburger Ortsverbände (Foto: ASB Hamburg)

In vier der sechs Hamburger Ortsverbände - in Nordost, West, Eimsbüttel und Bergedorf/Rothenburgsort - können sich Interessierte freiwillig und ehrenamtlich im Bereich Bevölkerungsschutz einsetzen. Jeder dieser Ortsverbände hat eine eigene Einsatzabteilung. Neben dem klassischen Sanitäts- und Betreuungsdienst, welchen alle der vier Ortverbände anbieten, gibt es noch weitere Fachbereiche. Diese sind zum Teil in ihrer zusätzlichen Ausbildung sehr speziell und bilden teilweise eigene (Unter-)Gruppen. Was alle Einsatzkräfte gemein haben, ist mindestens ein Erste-Hilfe-Kurs.

Generell ist immer anzustreben, den Ortsverband nahe am eigenen Wohnort zu wählen, damit es im Einsatzfall möglichst schnell losgehen kann. Hier findet ihr unsere vier Bevölkerungsschutz-Ortsverbände:

Natürlich fahren wir auch zu Einsätzen außerhalb unserer Ortsverbände, denn grundsätzlich gilt bei uns: Gemeinsam sind wir stark. Die einzelnen Ortsverbände unterstützen sich gegenseitig, stemmen zusammen ressourcenintensive Einsätze und tauschen sich regelmäßig in verschiedenen Leitungs- und Führungsgruppen aus.

Fachliche Vielfalt im Bevölkerungsschutz

Um im Bevölkerungsschutz wirksam tätig sein zu können, vereint der ASB mehrere Fachbereiche die im Einsatzfall zusammen wirken:

  • Sanitätsdienst
  • Betreuungsdienst
  • Rettungsdienst (inkl. ärztlicher Komponenten)
  • Technik und Logistik
  • Verpflegung
  • Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E)
  • Rettungshundesuche
  • Wasserrettungsdienst

Gerne helfen wir bei der Wahl des Fachbereichs oder des Ortverbandes weiter und beantworten weitere Fragen.

Kontakt
Milva Tannenbaum

Referentin für Notfallvorsorge

Heidenkampsweg 81
20097 Hamburg


Telefon: +49 40 83398 182

Milva Tannenbaum

Referentin für Notfallvorsorge

Heidenkampsweg 81
20097 Hamburg


Telefon: +49 40 83398 182