ASB Hamburg

Arbeiter-Samariter-Bund

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Wir im Stadtteil! 

Diese Verbindung prägt das JUNO 23 seit seinem Bestehen und heute mehr denn je.
Unter großem Engagement von Jugendlichen und Eltern aus der Siedlung Steenkamp wurde seit 1986 das ehemalige Offizierscasino und spätere Schule umgebaut und eingerichtet. 1987 wurde es als erstes Jugendzentrum in Bahrenfeld -damals noch unter dem Namen „Wühlmaus“- mit großem „Hallo“ eröffnet.
Das JUNO 23, wie unser Haus seit 2007 heißt, hat sich über die Jahrzehnte ebenso verändert wie der Stadtteil selber.

Sozialräumlich arbeiten

Dieser aktuell viel diskutierten Herausforderung der sozialen Arbeit stellen wir uns bereits seit Jahrzehnten.
Hamburg befindet sich zur Zeit in zahlreichen Umwandlungsprozessen: Das Schulsystems geht in großen Schritten in Richtung einer ganztägigen Bildung und Betreuung. Die flächendeckende Ganztagsschule soll zu mehr Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche beitragen und „jedes Kind soll mitgenommen werden“.
Hier ist die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe nötig, aber auch die Weiterentwicklung von funktionierenden Schnittstellen
zwischen offenen, infrastrukturellen Angeboten und „klassischen“ Maßnahmen der Hilfen zur Erziehung. Diese Prozesse wurden mit Einführung der Globalrichtlinie 2012 in Hamburg beschlossen. Wir haben eine langjährige Praxis, die jetzt hilft, diese Richtlinie mit Leben zu füllen und bieten großen Raum für außerschulische Bildung.
Gleichzeitig verändert sich die Stadt, der knappe und teure Mietmarkt strukturiert die Stadt neu, neue Stadtteile und Subkulturen entstehen und viele Menschen kommen neu nach Hamburg, ob für eine begrenzte Zeit an einem sicheren Ort sein zu können oder weil sie längerfristig hier leben, arbeiten und mitgestalten möchten.
Auch dieser Kontext ist Teil der Dynamik, in der sich sowohl das JUNO 23 als auch der Stadtteil Bahrenfeld entwickelt.

Unser Ziel ist, dass sich möglichst alle Einrichtungen und Akteur*innen so wie wir auch gemeinsam für den Stadtteil verantwortlich fühlen und wir immer wieder zusammen aus ausgetretenen oder einspurigen professionellen Pfaden ausbrechen und neues entwickeln.
Wir versuchen alle im Stadtteil und auch darüber hinaus zu sehen, egal woher die Menschen kommen, wie lange sie hier schon leben, was sie sich wünschen – unsere Vision ist und bleibt, diese „verdichtete Unterschiedlichkeit“ (Henri Lefebvre) der Stadt und des Stadtteils miteinander in Kontakt und Austausch zu bringen. Wir ermöglichen und erleben Aushandlungsprozesse, gegenseitige Unterstützung und Stärkung. Gemeinsam mit unseren unterschiedlichen Besucher*innen und Kooperationspartner*innen arbeiten wir daran, Vorurteile abzubauen und eine gute Lebensqualität für alle im Stadtteil zu schaffen.

Kooperation

Für uns heißt Vernetzung nicht nur eine zarte Verbundenheit am seidenen Faden, sondern es geht uns um die konkreten Schritte in eine gute Kooperation. Ein Schritt darin war die Einrichtung des „regionalen Wohnprojekts“ in Trägerschaft der Hamburger Kinder- und Jugendhilfe e.V. im oberen Teil des Gebäudes. Damit wurde bereits 2007 auf den zunehmenden Bedarf an Wohnraum für Jugendliche und jung Erwachsene, die nicht mehr zu Hause leben können, reagiert.
Darüber hinaus arbeiten wir lokal eng zusammen im Sozialraumteam Bahrenfeld, der AG 78, dem Arbeitskreis Bahrenfeld, der lokalen Bildungskonferenz und in SHA Arbeitskreisen. Wir kooperieren mit Schulen, Kitas, anderen offenen Kinder und Jugendeinrichtungen, Sportvereinen, mit der Kirchengemeinde, mit dem Quartiersmanagement, mit den Nachbarn und mit dem Bezirksamt Altona.
 

Musik

ist hier ein magisches  Verbindungselement zwischen den Menschen und so auch in der Vielfalt unser Besucher*innen.
Das JUNO 23 hat sich seit fast 10 Jahren über die Schwerpunktsetzung im Bereich Musik so profiliert, dass der Zugang zum größten Teil über die zahlreichen Musikangebote erfolgt. Das Team hat es geschafft, begleitet durch Künstler*innen und Musiker*innen, attraktive Settings zu schaffen, die sehr unterschiedliche junge Menschen anziehen. Im Zentrum dieser „guten Mischung“ steht das gemeinsame Tun, Lernen und die gegenseitige Unterstützung und nicht die multiplen Problemlagen einzelner. Und: Musik machen soll für alle möglich sein- unabhängig vom Geldbeutel und Wohnort!
Wir sind vernetzt mit vielen Kreativen in der Stadt und schaffen immer wieder neue Projekte, die Menschen miteinander verbindet, z.B. das Chorprojekt im Seniorenheim, die musikalische Unterstützung von den Jugendlichen für Menschen mit Handicap und viele Konzerte in Hamburg, bei denen die Jugendliche die Bühne nutzen, um ihre Stimme für Chancengleichheit zu erheben.
Bundesweit sind wir z.B. auch vernetzt mit dem Archiv der Jugendkulturen in Berlin.

Beziehungen

und die Arbeit daran, sind zentral im JUNO 23!  Sie findet in den offenen Gruppenangeboten, aber auch in der intensiven Arbeit und der Beratung mit einzelnen Menschen statt. Hier wirkt unsere pädagogische Arbeit stabilisierend und ressourcenorientiert für Menschen die eine extrem belastende oder bedrohliche Situation durchlebt haben.
Wir sind spezialisiert auf traumaspezifisches Fallverstehen und legen in dieser Arbeit großen Wert darauf,  dass über die Zuschreibung „traumatisiert“ nicht stigmatisiert bzw. etikettiert wird.
Das gilt für uns speziell und allgemein: Wir nehmen eine respektvolle Haltung gegenüber der Einmaligkeit jeder Biografie ein und die Ressourcen wahr. Wir ergründen, was die Person will und welche Handlungsansätze stimmig und hilfreich sind- in jeder Beratungs- und Begegnungssituation im JUNO 23.
Selbst bestimmtes Handeln, Verantwortungsübernahme und Respekt vor den Bedürfnissen anderer stehen im Vordergrund. Partizipation ist ein ständiger Entwicklungsprozess, der Team und Besucher*innen gleichermaßen betrifft, der verschiedene Stufen durchläuft und im JUNO 23 praktisch umgesetzt wird: *Mitdenken *mitreden *mit planen *mitentscheiden *mitgestalten!
Das Juno 23 ist Freiraum im Sinne eines Experimentierraums, in dem man auch scheitern kann und darf!

 

 

Kontakt

Juno 23
Katrin Wehr

Leitung der Einrichtung, Dipl.-Sozialpädagogin

Notkestraße 23
22607 Hamburg

eMail: 
Telefon: 040 896555

So finden Sie uns!

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