Projekt: Pflegende Angehörige von Demenzerkrankten

Pflegende Angehörige sind oft außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt und erleben diese Situation und die damit verbundenen Schwierigkeiten sehr isoliert. Erschöpfung ist häufig die Folge der körperlichen und psychischen Belastung und des permanenten Zeitmangels. Erschwerend kommt hinzu, dass der Kontakt zur Außenwelt sehr reduziert ist, da die zu Pflegenden nicht allein gelassen werden können. Zeiten der ungestörten Ruhe oder zur eigenen freien Gestaltung sind sehr selten und meist nicht planbar. Phasen der Erholung und Regeneration fehlen oft ganz.

Hier könnte ein niederschwelliges Angebot ansetzen.

Freiwillige/ehrenamtliche Helfer betreuen 1x wöchentlich ca. 3 Stunden demenziell erkrankte Menschen, sodass die Angehörigen planbar ungestörte Zeit zur eigenen Gestaltung haben.

Die freiwilligen/ehrenamtlichen Helfer werden gezielt für die Aufgabe der stundenweisen Betreuung von Menschen mit demenziell bedingten Fähigkeitsstörungen vorbereitet. Es findet eine regelmäßige fachlichen Anleitung statt.

Zum Angebot für die Helfer gehören Gesprächskreise, Fortbildung und Supervision. Für die Angehörigen gibt es ein regelmäßiges Angebot von Gesprächsgruppen. Hier können die Angehörigen durch den Erfahrungsaustausch und gegenseitige Information Entlastung erfahren. Betroffene entwickeln ein tiefes Verständnis füreinander . So können auch negative Gefühle Ausdruck finden.

Es soll ein Kreis von freiwilligen/ehrenamtlichen Helfern geworben, fachlich angeleitet und begleitet werden.
Die freiwilligen/ehrenamtlichen Helfer werden über die örtliche Lokalpresse und durch Flyer geworben.

Haben sich genügend (ca. 5) Helfer gefunden, findet ein Einführungsseminar statt. Nach diesem Seminar entscheiden sich die Freiwilligen selbst, ob sie sich diese Aufgabe zutrauen.

Das Seminar wird von einer Person durchgeführt, die in der Arbeit mit demenziell Erkrankten und deren Angehörigen sehr erfahren ist.

Inhalt des Seminars könnte sein:

  • Die Motivation als Freiwilliger
  • Einführung in das Thema Alter, Krankheit und Demenz
  • Krankheitsbilder und Symptome
  • Die Situation pflegender Angehöriger
  • Vermittlung von Handlungskompetenzen im Umgang mit demenziell Erkrankten
  • Erlernen von türöffnenden Verhaltensweisen, Gesprächsführung und Kommunikation
  • Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Umgang mit Nähe und Distanz
  • Umgang mit Grenzen

Begleitangebot für Helfer/in

1x im Monat trifft sich der Helferkreis zum Austausch. Diese Treffen werden im Wechsel themenbezogen und für den freien Austausch gestaltet. Hierbei wird der Fortbildungsbedarf geklärt.

Alle 6 Wochen besteht die Möglichkeit der Supervision mit einer/einem Psychologen (in Krisensituationen auch häufiger).

Bei Unsicherheiten kann die zuständige Kontaktperson angesprochen werden.

Externe Dozenten werden bei Bedarf herangezogen.

Nach erfolgter Vorbereitung der Helfer auf ihre Betreuungstätigkeit, kann die Sozialstation gezielt Angehörige ansprechen und auf das Angebot aufmerksam machen.

Projekt: Aktive Gesundheitsförderung im Alter

Unser Seniorentreff Rissen  beteiligt sich an dem Projekt “Aktive Gesundheitsförderung im Alter“, eine Kooperation des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Albertinen-Haus in Hamburg. Vorrangig sind in diesem Projekt die Fragen zum Erhalt der Lebensqualität und der Selbständigkeit bis ins hohe Alter.

Ein Experten-Team findet mit den Senioren Antworten (Empfehlungen) auf typische Fragen des Älterwerdens:

  • Wie passen Genuss und gesundes Essen zusammen? (Ernährung)
  • Wie bleibe ich fit und in Form? (Gesundheit und Körperliche Bewegung)
  • Wo und wie möchte ich im Alter leben? Welche Hilfen und Freizeitangebote gibt es für mich und meine Altersgruppe in Hamburg (Soziales Umfeld)

Wenn Sie Näheres zu diesem Thema erfahren möchten, melden Sie sich gerne bei uns im  Seniorentreff.