ASB Hamburg

Arbeiter-Samariter-Bund

Arbeiter-Samariter-Bund

Bildbereich

Wir über uns

Ortsverbände News Detailansicht

Montag 29. Januar 2018 | Aktuelles, Wünschewagen, Pressemeldungen

Die letzte Wunschfahrt führte nach Dänemark

Der Wünschewagen des ASB Hamburg fuhr Robert Raeithel und seine Familie auf die dänische Insel Falster.

Robert Raeithel und seine Familie im Garten des Ferienhauses auf der dänischen Insel Falster. Foto: ASB Hamburg

Hamburg, 29. Januar 2018 - Der Ort, der Robert Raeithel ein Leben lang viel bedeutet hat, liegt auf der dänischen Insel Falster: Das Falsterhus ist eine ehemalige Dorfschule. Als kleiner Junge sprang Robert Raeithel hier oft auf der Baustelle herum, während seine Eltern gemeinsam mit anderen ihre Vision von einem selbstverwalteten alternativen Ferienhaus verwirklichten und die einstige Schule zu einer Begegnungsstätte umbauten.

Viele Sommer hat er hier verbracht. Auch mit seiner späteren Frau Petra war der 42-jährige Hamburger hier, packte bei Bauarbeiten mit an und lebte die Idee seiner Eltern weiter. Doch seit die heute 6-jährigen Kinder da waren, hatte das Paar es nie geschafft, an den Ort zu fahren, den er so liebt.

Der Wunsch, mit seiner ganzen Familie zum Falsterhus zu fahren, drängte nun. Denn viel Zeit bleibt Robert Raeithel nicht mehr. Seit dem Herbst liegt er im Hospiz.

Eine Hospizmitarbeiterin erzählte ihm vom Wünschewagen des ASB Hamburg, der seinen Herzenswunsch am vergangenen Sonnabend erfüllen konnte. Das ehrenamtliche Wünschewagenteam Ramona Kühne und Karl-Heinz Harnack holte den Familienvater früh morgens im Hospiz ab. Begleitet von seinem Bruder sowie einem weiteren Pkw mit Ehefrau und Kindern ging es auf eine lange Tagesreise, die für Robert Raeithel viele besondere Momente bereithielt: die erinnerungsreiche Fahrt zur Fähre nach Puttgarden/Fehmarn, Hotdog essen und dabei den Wellen zuschauen, dänisches Plundergebäck kaufen, den Kamin im Ferienhaus anmachen, mit der ganzen Familie am großen Tisch sitzen, ein letztes Mal die Räume und den Garten inspizieren und mit dem Nachbarn schwatzen. Und vor allem: seine Kinder an dem Ort sehen, den er so liebt. Robert Raeithel war froh und dankbar für diesen Tag.


« zurück zur Übersicht