„Wie lernen Kinder und Jugendliche am besten?“

Berlin 21.04. / 22.04.2005

„Zukunftsprojekt: Gemeinsame Gestaltung von Lern- und Lebenswelten“

„Die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule muss gestärkt werden, um die Trennung zwischen formellen und informellen Bildungsformen zu überwinden. Damit bauen wir Brücken zwischen den Lernwelten und den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen“, Ziel der Tagung mit über 300 Teilnehmenden ist es, die Kooperation von Kinder- und Jugendhilfe und Schule zu optimieren und das sozialräumliche Umfeld der

Das zweitägige Expertentreffen in Berlin zur Kooperation von Kinder- und Jugendhilfe und Schule im Rahmen der Ganztagsförderung wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe (AGJ) und in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerichtet.

Bundesministerin Renate Schmidt erklärte: „Bei der Modernisierung des schulischen Lernens ist die Kinder- und Jugendhilfe ein zentraler Partner. Von ihren Erfahrungen in der Bildungsarbeit in Kindertagesstätten, in kulturellen Einrichtungen, Sport- und Freizeitverbänden und in der Schule- und Jugendsozialarbeit kann die Ganztagsförderung qualitativ angehoben werden. Junge Menschen brauchen ausgezeichnete Entwicklungs- und Bildungschancen, denn sie bedeuten Zukunftschancen.“

Die Berliner Bundeskonferenz dient als Plattform für den Austausch der Akteure der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Schule.

„Wir wollen uns hier gemeinsam der großen Herausforderung stellen, das Zukunftsprojekt in Angriff zu nehmen und Lern- und Lebenswelten gemeinsam so zu gestalten, dass Kinder und Jugendliche optimal gefördert werden.“ (Prößl). Bereits von Geburt an sei der gesamte Bereich des „sozialen Nahraums“ für die darin stattfindenden Lernprozesse von Kindern und Jugendlichen bedeutsam. „Gelingende

Übergänge zwischen den einzelnen Biographiephasen benötigen deswegen eine übergreifende Verknüpfung der unterschiedlichen Bildungsinstitutionen“, sagte Prölß. Die Kinder- und Jugendhilfe als Bildungsträger verfolge dabei ein ganzheitliches Förderziel zu Gunsten von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. „Für die Entwicklung von Offenen Ganztagsschulen hat die Kinder- und Jugendhilfe in den letzten Jahren vielerorts einen wesentlichen Beitrag geleistet.“

SMS - SOZIAL MACHT SCHULE  verfolgt seit 1998 eben diese Ziele, fördert die Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe und ist mit Kindern und Jugendlichen im direkten Kontakt. Mehr als 4800 Schülerinnen und Schüler haben bisher von dieser Zusammenarbeit profitiert und erstaunliche Projekte gestaltet. Auf diesem Kongress gehörte SOZIAL MACHT SCHULE  zu den 10 ausgewählten „Good-Practice-Projekten“, die konkret über ihre Arbeit informieren durften. Wir danken den Verantwortlichen ganz herzlich.

Christel Riemann-Hanewinckel, Staatssekretärin im BMFSFJ im Gespräch mit Rainer Micha, Bildungsreferent und Projektleiter des ASB-Hamburg