Sri Lanka

Die Schüler/innen der 5. Klasse der Schule Möllner Landstraße mit ihren Klassenlehrerinnen Dagmar Lücke-Neumann und Jutta Harringer haben 2004 nicht lange überlegt, dass den Flutopfern in Asien geholfen werden muss.

Aber sie haben sehr genau überlegt, w i e geholfen werden sollte: Nach Beratung durch den ASB wurde schnell klar, dass nur eine langfristige Unterstützung richtig sinnvoll ist und für die Hamburger Schüler/innen auch nachhaltig wirken wird..

Eine Reise des Geschäftsführers des ASB-Hamburg, Knut Fleckenstein, brachte den Durchbruch für eine wunderbare Idee:

Die Kinder wurden über Herrn Fleckenstein auf eine katholische Ordensschwester - Schwester Bernadine - aufmerksam, die in Sri Lanka verzweifelt versuchte, die zerstörte Schule wieder aufzubauen. Sie wollte so schnell wie möglich den Kindern eine Perspektive bieten. Natürlich fehlte das Geld und die Verzweiflung war groß.

Die Hamburger Kinder waren sofort bereit, eine Partnerschaft einzugehen, 5 Jahre lang (nämlich bis zur 10.Klasse) in eine Verantwortung einzutreten. Sie gingen bei Wind und Wetter auf die Straße, sammelten enthusiastisch jeden Euro ein und schickten die Beträge nach Sri Lanka.

Nicht nur Geld wurde geschickt, sondern es entstand eine Brieffreundschaft zwischen den Kindern der beiden Kontinente.. Auf englisch wurde korrespondiert.. Auch nicht sehr weit verbreitet in einer 5. Klasse..

Richtig spannend wurde es aber, als Schwester Bernadine einen Vorschlag an die Hamburger machte: Um ihren Schüler/innen wenigstens einmal wöchentlich eine (!) warme Mahlzeit anbieten zu können, müssten jährlich ca. 1500 á zusammen kommen.. Eine ziemlich unvorstellbare Summe für 5. Klässler/innen, fanden wir..

Da hatten wir uns aber verkalkuliert... Nun sind sie in der 6.Klasse und sind bereit...

... 5 Jahre lang 1.500á pro Jahr für Schwester Bernadine in Sri-Lanka zu sammeln

Das  ist nun die Vereinbarung der Schüler/innen. Sogar einen schriftlichen Vertrag darüber haben sie unterschrieben.. Das hat ihnen Auftrieb gegeben und um ihr hehres Ziel zu erreichen, haben sie noch mehr Ungemach auf sich genommen:

Gesammelt hatten sie - wie oben beschrieben - bei Wind und Wetter, gnadenlos. Einladungen in Büros zum sammeln haben sie genauso wenig abgeschreckt, wie den Präsidenten der Hamburgischen Bürgerschaft um eine Gabe zu bitten..

In allen Hamburger Medien ist über dieses nachhaltige Projekt berichtet worden. Die Schüler/innen aus Sri Lanka haben sogar sich über das Deutsche Fernsehen bei den „Kleinen“ aus Hamburg-Billstedt bedankt! Und die sind mächtig stolz, sammeln weiter, um ihr Versprechen auch im Jahre 2006 einlösen zu können. Wir berichten weiter!