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Freitag 03. Februar 2017 | Aktuelles, OV-Harburg, Landesverband, Pressemeldungen

Der ASB Hamburg trauert um Hermann Krüger

Die meisten Harburger kannten Hermann Krüger als Repräsentant des ASB Löwenhauses. Wer im Phoenix-Viertel aufgewachsen ist, kannte ihn als den Schulleiter. Am 27.01.2017 ist Hermann Krüger, der stellvertretende Vorsitzende unseres ASB Ortsverbandes Hamburg-Harburg gestorben. Er wurde 69 Jahre alt.

Hermann Krüger vor dem ASB Löwenhaus. Foto: cb.

Hamburg, 02. Februar 2017 - Geboren wurde Hermann Krüger in der Lüneburger Heide, in der Nähe von Uelzen, aber schon in den 70er-Jahren war der Pädagoge in Harburg aktiv. Seinen Schülern ist der ehemalige Schulleiter der Schulen Bunatwiete und Maretstraße als engagierter Pädagoge in Erinnerung, der sich über die Unterrichtszeiten hinaus für seine Schüler einsetzte. Das Geheimnis seiner Beliebtheit war der Respekt, den der Vater von drei Kindern den Schülern entgegenbrachte. „Ich bin davon überzeugt, dass die beste Ausbildung nicht viel nützt, wenn man als Lehrer die Schüler nicht als gleichberechtigte Menschen wahrnimmt. Man muss sie nehmen wie sie sind, mit all ihren Stärken und Schwächen“, sagte Krüger.

Statt in aller Ruhe die Rente zu genießen, startete er noch einmal durch. Zusammen mit Freunden gründete Krüger vor knapp elf Jahren das ASB-Löwenhaus, um Kindern einen Ort zu geben, an dem sie essen, lernen und lachen können. Die Freunde gingen, Hermann Krüger blieb. Jedes Jahr organisierte er Skireisen für Kinder und Jugendliche. Auch nachdem ihm ein Bein amputiert werden musste, reiste er noch mit.

Unermüdlich nutzte Hermann Krüger seine Kontakte, um Jugendlichen einen Job oder einen Ausbildungsplatz zu verschaffen. Er organisierte die Zusammenarbeit mit seiner alten Schule und sorgte dafür, dass Schüler zu Teamleitern ausgebildet wurden, um die kleineren Kinder zu betreuen. Er putze Klinken, sammelte unermüdlich Spenden für die Einrichtung und sorgte dafür, dass sie bekannt wurde und blieb. Und daher sprach er kurz vor seinem Tod den Wunsch aus, man möge anstelle von Blumenspenden lieber sein Lebenswerk das Löwenhaus unterstützen (HASPA, IBAN DE 7820 0505 5012 7612 2577, BIC: HASPDEHHXXX, Stichwort: Löwenhaus/Krüger). „Weil man den Kindern eine Chance geben muss“, war Hermann Krüger immer überzeugt.

Im vergangenen Jahr, als das Löwenhaus seinen zehnten Geburtstag feierte, sagte Hermann Krüger auf die Frage, ob er stolz auf das Erreichte sei: „Mehr als stolz. Wir haben bewiesen, dass wir Kinder erreichen können. Nahezu alle haben eine Berufsperspektive oder sogar schon eine Ausbildung absolviert. Das ist bei Kindern, die überwiegend aus Hartz-IV-Verhältnissen kommen, sehr ungewöhnlich. Zudem gibt es im Löwenhaus keine Berührungsängste oder Ausgrenzungen wegen Religion oder Nationalität.“

Viel Aufhebens um seine Person zu machen, war nicht seine Sache. Vieles zu bewegen und in Gang zu setzen schon. Am 27. Januar 2017 starb Hermann Krüger im Langenbeker Hospiz.


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