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Sechs Millionen Einsame. Der ASB handelt – lokal und jetzt auch national.

Der ASB ist Erstunterzeichner der neuen Allianz gegen Einsamkeit des Bundesfamilienministeriums. Was bundesweit Rahmen wird, ist in Hamburg schon lange gelebte Praxis – mit Projekten, die wirken.
Einsamkeit ist kein Randphänomen. Sie betrifft Menschen jeden Alters, macht krank und kostet im schlimmsten Fall Lebensjahre. Mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland fühlen sich chronisch einsam – und viele von ihnen wissen nicht, wo sie Hilfe finden. Der ASB Hamburg weiß es. Und er handelt: seit Jahren, mit konkreten Angeboten, mitten in der Stadt.
ASB ist Erstunterzeichner der Nationalen Allianz gegen Einsamkeit
Passend zum Auftakt der bundesweiten Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ (22.–28. Juni 2026) unterzeichnet der ASB-Bundesverband als eine der ersten Organisationen die neue „Allianz gegen Einsamkeit“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Das Bündnis bringt Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen – mit dem Ziel, Einsamkeit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe anzugehen und wirkungsvolle Antworten darauf zu entwickeln.
Koordiniert wird das Netzwerk durch das Kompetenznetz Einsamkeit (KNE), das Akteure vernetzt, Wissen bündelt und bestehende Angebote auf einer digitalen Landkarte sichtbar macht.
„Einsamkeit entsteht dort, wo soziale Beziehungen fehlen. Was Menschen brauchen, sind Begegnungen, verlässliche Kontakte und das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Wer sich als Teil einer Gemeinschaft erlebt, nimmt auch stärker am gesellschaftlichen Leben teil. Einsamkeit zu begegnen heißt deshalb nicht nur, Gesundheit und Lebensqualität zu fördern – sondern auch Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.“
Dr. Uwe Martin Fichtmueller, Hauptgeschäftsführer des ASB
Für den ASB Hamburg ist die Allianz keine Überraschung – sondern Bestätigung. Was bundesweit als Rahmen entsteht, ist in Hamburg seit Jahren gelebte Praxis.
„Einsamkeit macht krank – körperlich und seelisch. Sie ist so gefährlich wie Rauchen und kostet Menschen im schlimmsten Fall Jahre ihres Lebens. Wir beim ASB Hamburg erleben das täglich – in unseren Ortsverbänden, in unseren Einrichtungen, in der Nachbarschaftshilfe, in der Pflege, aber auch im Kinder- und Jugendbereich. Deshalb kämpfen wir auf allen Ebenen dagegen an – und sind stolz, dass der ASB als Organisation nun auch auf Bundesebene diese Allianz mitträgt.“
Markus Schreiber, Landesvorsitzender des ASB Hamburg
Was der ASB Hamburg konkret tut: Projekte gegen Einsamkeit
Ehrenamtliches Engagement hilft nicht nur anderen – es schützt auch die Helfenden selbst vor Isolation. Der ASB Hamburg weiß das und hat eine ganze Familie von Projekten aufgebaut, die Begegnung nicht organisiert, sondern ermöglichen. Koordiniert und gebündelt durch die ASB Zeitspender-Agentur Hamburg:
Nachbarschaftshilfe: Wer hilft, wächst mit
Freiwillige Nachbar:innen unterstützen ältere oder eingeschränkte Menschen im Alltag – beim Einkaufen, beim Arzt, beim Gespräch. Was banal klingt, verändert Leben. Für jemanden, der tagelang keine Menschenstimme hört, ist ein regelmäßiger Besuch buchstäblich eine Welt.
Pfoten-Buddies – Haustierhilfe Hamburg: Der Trick mit den Pfoten
Wer für sich selbst keine Hilfe annimmt – nimmt sie für sein Haustier an. Genau das nutzen die Pfoten-Buddies: Ehrenamtliche helfen älteren oder erkrankten Menschen bei der Tier- versorgung – und schaffen dabei den Kontakt, den diese Menschen so dringend brauchen. Das mit dem Annemarie-Dose-Preis ausgezeichnete Projekt ist hamburgweit einzigartig.
Weihnachtszauber: Weil niemand allein feiern sollte
Weihnachten ist für einsame Menschen oft die härteste Zeit im Jahr. Der Hamburger Weihnachtszauber schafft Begegnungsorte für Menschen, die sonst allein feiern würden – gemeinsam essen, Musik, echte Wärme. Simpel, wirksam, unvergesslich. Seit vier Jahren organisiert der ASB Hamburg gemeinsam mit der Hildegard- und Horst-Röder-Stiftung dieses 3-Gänge-Festmenü mit weihnachtszauberhaftem Rahmenprogramm für einsame Menschen in Hamburg.
Seniorentreffs, offene Cafés und Begegnungsräume: Orte ohne Schwelle
In ASB-Einrichtungen und Sozialstationen in ganz Hamburg entstehen Orte, an denen Menschen einfach zusammenkommen können – ohne Anlass, ohne Termin, ohne Hürde. Denn Einsamkeit trifft nicht nur Alte. Sie trifft jeden.
ASB Zeitspender: Zeit schenken, Einsamkeit brechen
Freiwillige schenken einsamen Menschen wertvolle Zeit – für gemeinsame Spaziergänge, die Begleitung beim Einkauf oder einfach zum Zuhören. Der ASB wirbt dafür, Einsamkeit als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe zu verstehen: Wer auf andere zugeht, Zeit schenkt oder sich für seine Mitmenschen interessiert, leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr Zusammenhalt und einer solidarischen Gesellschaft. Interessierte und Menschen, die sich selbst ehrenamtlich engagieren möchten, finden Angebote und Ansprechpersonen unter www.zeitspender.de oder bei den Freiwilligenagenturen vor Ort.
Mitmachen, engagieren, informieren
Wer mitmacht, gibt nicht nur – wer mitmacht, gewinnt auch. Einsamkeit löst sich auf, wenn Menschen aufeinandertreffen. Als Nachbarschaftshelfer:in, Pfoten-Buddy oder Ehrenamtliche:r im Quartier: Jeder Beitrag zählt.
Alle Projekte und Mitmachmöglichkeiten des ASB Hamburg: www.asb-hamburg.de/unsere-angebote/fuer-mehr-miteinander/
Hintergrund: Allianz gegen Einsamkeit
Die Allianz gegen Einsamkeit ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Sie bringt Organisationen aus Zivilgesellschaft, Wohlfahrt, Wissenschaft und Politik zusammen, um das Thema Einsamkeit stärker sichtbar zu machen und den Austausch über wirksame Maßnahmen zu fördern. Offiziell startet die Allianz im Rahmen der Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ vom 22. bis 28. Juni 2026. Zentrale Anlaufstelle ist das Kompetenznetz Einsamkeit (KNE), das Akteure vernetzt, Wissen bündelt und mit einer digitalen Angebotslandkarte bestehende Unterstützungs- und Begegnungsangebote sichtbar macht.