11.2. Tag des Europäischen Notrufs

Eine Nummer. Schnelle Hilfe. Klare Strukturen.
Ob Herzinfarkt, Verkehrsunfall oder akute Notlage: 112 ist die Nummer, die Leben rettet. Am 11. Februar, dem Europäischen Tag des Notrufs, rückt sie europaweit in den Fokus – als Symbol für schnelle Hilfe, Solidarität und eine gemeinsame Kultur des Helfens.
Seit 2009 erinnert der Aktionstag daran, dass die 112 in 44 europäischen Ländern sowie darüber hinaus gebührenfrei gilt. Sie verbindet Menschen über Grenzen hinweg und sorgt dafür, dass im Ernstfall keine Zeit verloren geht.
Wenn Hilfesuchende im falschen System landen
So wichtig die 112 ist – das System dahinter steht unter Druck. In Deutschland sind Notruf- und Notfallstrukturen bislang nicht ausreichend miteinander vernetzt. Patientinnen und Patienten müssen oft selbst entscheiden, wohin sie sich wenden. Die Folge: Viele Hilfesuchende landen im falschen Versorgungssystem, Notaufnahmen und Rettungsdienste werden unnötig belastet.
Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. begrüßt daher die aktuellen Reformpläne zur Notfallversorgung – sieht aber klaren Nachbesserungsbedarf. Ziel muss sein, dass nicht die Betroffenen, sondern medizinisch geschulte Fachkräfte entscheiden, welche Hilfe die richtige ist, und Anrufende gezielt dorthin steuern, wo sie optimal versorgt werden.
Rettungsdienst ist mehr als Transport
Ein wichtiger Schritt der Reform: Die Notfallrettung soll künftig als eigener Leistungsbereich im Sozialgesetzbuch verankert werden. Damit wird anerkannt, was in der Praxis längst Realität ist:
Rettungsdienste sind nicht nur Transportleister, sondern leisten hochqualifizierte medizinische Hilfe – sie retten Leben, begleiten Geburten, trösten, stabilisieren und handeln schnell in Extremsituationen.
Einheitliche Qualität statt Flickenteppich
Gleichzeitig braucht es bundesweit einheitliche Qualitätsstandards. Der bisherige Flickenteppich regionaler Regelungen erschwert eine gleichwertige Versorgung. Der ASB setzt sich dafür ein, dass die Reform nicht nur Strukturen verändert, sondern auch die Erfahrung der Hilfsorganisationen konsequent einbezieht.
Danke an alle, die helfen
Am Tag des Europäischen Notrufs sagen wir vor allem Danke:
Danke an alle Kolleginnen und Kollegen im Rettungsdienst, in Leitstellen, Feuerwehren und Hilfsorganisationen, die rund um die Uhr für andere Menschen da sind – professionell, engagiert und menschlich.
Mehr Fakten, Tipps und Hintergründe zum Europäischen Notruf 112:
www.asb.de/news/europaeischer-tag-des-notrufs-112
112 – eine Nummer, die verbindet. Jeden Tag. In ganz Europa.