NDR-Bericht zur Ersthelfer-Alarmierung: Hamburg kann mehr – und ist bereit
Am 17. Februar 2026 berichtete das Hamburg Journal über eine zentrale Frage der Notfallversorgung: Warum gibt es in Hamburg noch keine funktionierende Ersthelfer-Alarmierung, die direkt an die Leitstelle angebunden ist? Eine berechtigte Frage. Denn beim plötzlichen Herzstillstand zählt jede Minute.
Und die gute Nachricht lautet: Die technische Grundlage existiert längst. Bereits Ende 2013 hat der ASB Hamburg die Initiative HAMBURG SCHOCKT ins Leben gerufen – eine Notfall-App mit einem umfassenden AED-Kataster für den Großraum Hamburg. Ziel war und ist es, die Überlebenschancen beim plötzlichen Herzstillstand entscheidend zu verbessern – durch:
- ein gepflegtes Defibrillator-Kataster
- GPS-gestützte Navigation zum nächsten AED
- eine integrierte Anleitung zur Herzdruckmassage
- seit 2018 zusätzlich: Ersthelfer-Alarmierung
Die App war ihrer Zeit voraus – und ist es in Hamburg bis heute. Inzwischen sind in Hamburg:
- 1.731 Ersthelferinnen und Ersthelfer registriert
- davon 535 aktiv
- 1.635 AED-Geräte in der Datenbank erfasst und regelmäßig gepflegt
Die Alarmierungsfunktion ist technisch vorhanden. Was fehlt, ist die Anbindung an die Leitstelle der Feuerwehr Hamburg. Dabei zeigt der Blick in andere Regionen: Es geht. In Düsseldorf, Nienburg, Schleswig-Holstein und jetzt auch Mecklenburg-Vorpommern ist die vergleichbare App des ASB bereits an Leitstellen angebunden. Dort können registrierte Ersthelferinnen und Ersthelfer direkt über das Leitstellensystem alarmiert werden – noch bevor der Rettungswagen eintrifft. Genau das verkürzt das sogenannte therapiefreie Intervall – die entscheidende Zeitspanne bis zur ersten Wiederbelebungsmaßnahme. Und genau das rettet Leben!
Hamburg ist vorbereitet
HAMBURG SCHOCKT, die unter ASB SCHOCKT downloadbár ist, ist mehr als eine App. Es ist:
- eine der größten qualitätsgeprüften AED-Datenbanken im Norden
- ein Netzwerk engagierter Ersthelferinnen und Ersthelfer
- ein bundesweit einzigartiges Modell mit Serienmarkenstruktur
- eine Initiative, die Leben retten will – und kann
Bereits 2015 war klar: Ziel ist es, die Soforthilfe beim plötzlichen Herzstillstand nachhaltig zu verbessern. Daran hat sich nichts geändert. Jede Minute zählt. Der plötzliche Herztod ist die häufigste Todesursache in Deutschland. Die ersten Minuten entscheiden über Leben, Tod – und Lebensqualität. Hamburg verfügt über:
- engagierte Ersthelfer
- eine funktionierende App
- eine gepflegte Infrastruktur
- technische Lösungen
Was fehlt, ist die direkte Verbindung zur Leitstelle. Der ASB Hamburg steht weiterhin bereit, diesen Schritt gemeinsam zu gehen. Denn am Ende geht es nicht um Zuständigkeiten.
Es geht um Menschen. Und darum, dass Hilfe schneller ankommt.
Hier geht es zu den Berichten:
NDR Hamburg Journal, 17.02.2026, 18:00 / 19:30 Uhr
https://www.ardmediathek.de/video/hamburg-journal/warum-blockiert-hamburg-ersthelfer-apps/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9jNWVlNTJmZS0zNjM1LTQ2YTEtYjgwMC1hZjUxY2Y4NTQ0MDA
NDR 90,3 Hamburg Heute - Nachrichten Podcast | 17.02.2026 | 16:53 Uhr, Minute 05:58 – 08:17)
https://www.ndr.de/903/podcasts/ersthelfer-app-kann-leben-retten-warum-nicht-in-hamburg,audio-419374.html
