Keine Party ist auch keine Lösung - Kinderbuchautorin Anna Maria Praßler begeistert im Juno 23

17.07.2025
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Anna Maria Praßler mit ihrem Buch „Keine Party ist auch keine Lösung“. Foto: ASB Hamburg/ Petra Witt.

Ein bewegendes Buch, eine charismatische Autorin und 70 aufmerksame Schüler:innen: Das Juno 23 des ASB Hamburg war im Rahmen des 10. Hamburger Vorlese-Vergnügens Bühne für eine ganz besondere Lesung.

Wie feiert man Geburtstag, wenn man niemandem sagen darf, wo man wohnt? Und was passiert, wenn man sich trotzdem nichts sehnlicher wünscht als eine Party – und eine Freundin?

Die renommierte Kinder- und Drehbuchautorin Anna Maria Praßler war am 16. Juli zu Gast im ASB Jugendzentrum Juno 23 in Hamburg Bahrenfeld und stellte ihr neues Kinderbuch „Keine Party ist auch keine Lösung“ vor. Drei Schulklassen – von der Stadtteilschule Finkenwerder, der Stadtteilschule Stellingen und der Grundschule an der Haake – lauschten gebannt der Lesung, die im Rahmen des 10. Hamburger Vorlesevergnügens stattfand. Etwa 70 Schüler:innen tauchten für eine Stunde ein in die Geschichte von Jagoda, einem fast zehnjährigen Mädchen, das mit ihrer Mutter in einem Frauenhaus lebt – einem Ort, dessen Adresse niemand kennen darf, um die Bewohnerinnen zu schützen.

Einfühlsam, humorvoll und mit großer Nähe zum jungen Publikum erzählte Praßler von Jagodas Wunsch, endlich wieder dazuzugehören – und eine echte Party mit echten Freund:innen feiern zu können. Was folgt, ist ein berührender Countdown voller Geheimnistuerei, kleiner Glücksmomente, großer Fragen – und der Kraft der Freundschaft.

Die Autorin, selbst Mutter zweier Kinder, verriet, dass sie für die Recherche zu diesem Buch in einem echten Frauenhaus mit Bewohnerinnen und ihren Kindern sprach. Ihr Ziel: ein realistisches, aber hoffnungsvolles Bild von einer Lebenssituation zu zeichnen, die in Deutschland etwa 16.000 Kinder betrifft – ohne Gewalt zu beschreiben oder Schuldzuweisungen zu transportieren. Stattdessen erzählt sie von einem Neuanfang, von Mut, Hartnäckigkeit und Optimismus.

In der anschließenden Fragerunde wollte das Publikum alles wissen: „Wie viele Bücher haben Sie geschrieben?“, „Wie lange dauert es, so ein Buch zu machen?“ und natürlich: „Wie alt sind Sie?“ – die sympathische Autorin beantwortete alles mit spürbarer Freude und Offenheit.

Die Lesung im Juno 23 war mehr als ein literarischer Vormittag: Sie war ein Erlebnis mit Tiefgang, das noch lange nachwirken dürfte – bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen.

Das Juno 23 und der ASB Hamburg freuen sich, Teil dieses besonderen Kulturformats gewesen zu sein.

Hintergrund
Das JUNO 23 in der Notkestraße ist mehr als ein Jugendzentrum – es ist ein geschützter Raum für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die hier wachsen, scheitern, mitgestalten und ihre eigenen Wege finden dürfen. Mit musikpädagogischem Schwerpunkt, traumasensibler Arbeit und Partizipation schafft das JUNO 23 seit Jahrzehnten Raum für Vielfalt, Beziehung und Selbstwirksamkeit.
Wer mehr erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, sich direkt mit der Einrichtung in Verbindung zu setzen.
Mail: , Tel. 040 896555.