ASB-Schulsanitäter*innen erhalten den Asklepios Lebensretter-Ehrenpreis

17.09.2020
Der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (3.v.l.) und ASB Geschäftsführer Michael Sander (r.) lobten den mutigen Einsatz der ASB-Schulsanitäter*innen Jonas Angerer, Tabitha Goretzky, Conny Hackenberg (Ausbilderin, Mitte), Ida Lange und Annika Peters (v.l.n.r.). Foto: ASB Hamburg / P. Witt.

Bereits zum sechsten Mal wurde der Asklepios-Lebensretterpreis von den Asklepios Kliniken und dem Abendblatt verliehen. Vier unserer ASB-Schulsanitäter*innen Annika Peters, Tabitha Goretzky, Ida Lange und Jonas Angerer reanimierten einen Mann im Bus und wurden für ihren couragierten Einsatz mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Hamburg. Ein älterer Mann bricht im Bus zusammen und bleibt reglos liegen. Er atmet nicht mehr, kein Puls ist zu fühlen. Vier Schulsanitäter des ASB Hamburg sitzen zufällig in diesem Bus, eilen sofort zur Hilfe. Nachdem "die Kinder" erst nicht zu dem Mann vorgelassen werden, steigen sie vorne im Bus aus und laufen zur Hintertür wieder zu dem Mann, um ihn zu reanimieren. Sie wissen genau, was sie zu tun haben und kümmern sich um den Mann, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist.

Genau so ist es passiert vor knapp einem Jahr. Das Abendblatt und die Asklepios-Kliniken haben in den vergangenen Tagen Lebensretter gesucht, die in der Woche der Wiederbelebung mit den Asklepios-Lebensretterpreis ausgezeichnet werden sollten. Am 16. September war die Preisverleihung und unsere vier ASB-Schulsanitäter*innen wurden für ihren couragierten Einsatz mit dem Ehrenpreis bedacht.

100 Gäste aus der Hamburger Gesundheitsbranche sowie von Organisationen und Rettungsdiensten waren ins ehemaligen Hauptzollamt am Alten Wandrahm in der HafenCity gekommen. Moderatorin Susanne Holst begrüßte die Anwesenden, außerdem Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher, der sich an diesem Abend viel Zeit nahm.

Bereits zum sechsten Mal wurden die Abendblatt-Leser dazu aufgefordert worden, jemanden aus dem Großraum Hamburg als den „Asklepios Lebensretter 2020“ vorzuschlagen, der durch Herzdruckmassage oder den Einsatz eines Defibrillators in den vergangenen 18 Monaten einen Menschen ins Leben zurückgeholt hatte. Aus all den Einreichungen hat eine Jury fünf Lebensrettungen ausgesucht und im Hamburger Abendblatt vorgestellt. Die Leser konnten per Telefon-Voting ihre Stimme abgeben.

Darüberhinaus wurde zum dritten Mal ein Ehrenpreis verliehen, der dieses Jahr an vier Schulsanitäter*innen des ASB Hamburg ging. Laudator und Chefredakteur des Abendblatts, Lars Haider, überreichte Annika Peters, Tabitha Goretzky, Ida Lange und Jonas Angerer Urkunden sowie eine Medaille. Die vier hatten im Juni 2019 gerade ihre Ausbildug als Schulsanitäter*innen abgeschlossen und eine Fortbildung zum Thema Reanimation, als der Ernstfall plötzlich eintrat. ASB-Ausbilderin Conny Hackenberg zeigte sich mächtig Stolz auf ihre Schützlinge. ASB Geschäftsführer Michael Sander bedankte sich darüber hinaus stellvertretend bei allen rund 500 Schulsanitäter*innen des ASB Hamburg, die ihre Freizeit dafür aufwenden, sich in Erste Hilfe ausbilden zu lassen und den Mut haben, helfend einzugreifen, wenn es notwendig ist.

Der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher sagte, alle Ausgezeichneten seien Vorbilder, „die andere motivieren können. Viele Leute haben vielleicht noch Hemmungen, etwas falsch zu machen, dabei kann gar nicht so viel passieren. Das Falscheste wäre, nichts zu tun.“

Wer jetzt meint, er / sie müsse unbedingt mal wieder einen Erste-Hilfe-Kurs buchen, ist herzlich dazu eingeladen. Hier geht es zu den Kursterminen https://www.asb-hamburg.de/unsere-angebote/ausbildung/erste-hilfe-schulungen/.