ASB Hamburg

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Wir über uns

Ebola Prevention Project - 2014/2015

Das Jahr 2014 war für die ASB Klinik recht turbulent, mehr Patienten haben die Klinik aufgesucht, mehr Kinder wurden geboren, es wurden mehr Operationen beim Face Projekt durchgeführt. Der Ausbruch von Ebola in Westafrika ist eine Herausfordeung für uns alle bei der täglichen Versorgung unserer Patienten.

Im August haben wir um Spenden gebeten für die Ebola Präventionsmaßnahmen und Dank der Spendenbereitschaft konnten wir schnell reagieren und die benötigte Materialien (Schutzanzüge, kontaktlose Fieberthermometer, Gummistiefel, Schutzhandschuhe, Schutzbrillen, Krankenunterlagen, usw.) in Deutschland bestellen und per Luftfracht nach Gambia senden. Schnell haben wir eine Ebola Isolierstation aufgebaut und unser Personal im Umgang mit PPE (Personal Protective Equipment) trainiert. Ohne Hilfe hätten wir die Situation nicht bewältigen können.

In den Ebolagebieten haben sich bis jetzt mehr als 1000 Helfer angesteckt, mehr als die Hälfte sind bereits gestorben, es fehlt an allem, die Schutzmaßnahmen sind völlig unzureichend und die Hygienemaßnahmen können aufgrund fehlender Desinfektionsmittel nicht eingehalten werden. Viele Krankenschwestern, Ärzte und Helfer kommen nicht mehr zur Arbeit und es ist ihnen nicht übel zu nehmen. Wir alle trauern um die vielen Opfer unter den Kollegen / Helfern, so etwas muss nicht sein!

Wir versuchen unser Personal in der ASB Klinik so gut wie irgend möglich zu schützen, dies ist unsere oberste Priorität, aber das ist gleichzeitig eine logistische Herausforderung. Jeden Tag haben wir viele Patienten zu versorgen, die Klinik ist voll und die Symptome einer Malaria - Erkrankung sind der einer Ebola - Erkrankung recht ähnlich, was die Diagnose zusätzlich erschwert. 

Mehr Personal wurde benötigt, um die täglichen Abläufe in der Klinik umstrukturieren zu können. Die Regierungen sind völlig überfordert und die Maßnahmen der WHO sind noch lange nicht überall angekommen und reichen nicht aus. Das Personal hat Angst und wenn wir nicht in der Lage sind, für entsprechende Schutzmaßnahmen zu sorgen, wird niemand mehr zur Arbeit kommen. Beim Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland haben wir ein Ebola Präventionsprojekt beantragt, das wurde auch genehmigt, zusammen mit den Spenden reichte die Summe aus, in Deutschland 21t Hilfsgüter zu beschaffen, diese wurden in zwei 40‘ Container verladen und sind am 23.11.14 hier in Gambia eingetroffen. Bis Mitte Februar 2015 hatten wir bereits 120 Krankenschwestern / Pfleger und Helfer im Umgang mit PPE (Personal Protective Equipment) trainiert und 32 Kliniken, Gesundheitsstationen und Grenzposten wurden landesweit mit PPE versorgt. Bis Ende März 2015 wollen wir noch 80 weitere Helfer ausbilden und 20 zusätzliche Gesundheitszentren ausstatten.

Unsere Angestellten verfügen über viel Erfahrungen in ihrem Job, aber eine solche Situation, der Ausbruch der Ebola, ist auch für sie völlig neu und die Arbeitsabläufe sind nicht bekannt. Immer wieder steht praktisches Training auf dem Programm, das Anziehen und Ausziehen der Schutzanzüge, die Entsorgung der kontaminierten Wäsche und Materialien muss immer wieder geübt werden, um lebensgefährliche Fehler im Umgang mit den Patienten zu vermeiden. Keiner von uns hätte gedacht, dass wir uns jemals in solch einer gefährlichen Situation befinden würden.

 

 

Ebola Prevention Project 2014
Ebola Prevention Project 2014

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