Besuch aus Haiti
Am 18. Oktober besuchte uns die Leiteririn des von uns in Haiti nach dem Erdbeben unterstützen Waisenheims Marie Solange Joiissaint. Leider geht die Realisation des Projekts nach unserer Meinung ziemlich langsam voran. Aber das liegt, müssen wir feststellen, vor allem an der allgemeinen Situation in diesem karibischen Land, wo ziemlich viel Unordnung und Durcheinander herrscht. Die Choleraepidemie, die Präsidentschaftswahlen, all das verzögert unsere Arbeit. Auch als Person hat Marie Solange, die lange Jahre in Frankreich gelebt hat, es nicht leicht. Sie lässt sich nicht so schnell etwas befehlen, was für eine Frau in Haiti Gang und Gebe ist. Das macht natürlich die Beziehungen zu den Staatsorganen und den NGOs vor Ort nicht leicht, braucht man aber, um ein so Projekt, wie den Bau eines neuen Kinderheims, was wir anstreben, zu verwirklichen. Viel Gespräche, viele Erklärungen und Absprachen waren auf der Tagesordnung des Besuch.
Kontakt und weitere Informationen unter: 040/ 831131 oder ov-mitte(at)asb-hamburg.de
Alle Beteiligten sind, nach dem Eindruck des Berichterstatters, zufrieden mit den stattgefundenen Verhandlungen. Die Mauer um den Grundstück ist fast fertig. (Sieht man auf den Bildern). Als nächstes wird der Boden für die zukünftige Baumaßnahmen vorbereitet und eine Sanitäranlage, bestehend aus 2 Toiletten, einer Dusche und 2 Waschbecken für die Kinder, die dieses Grundstück in der Zukunft bewohnen werden, geplant. Heute ist das ein Grasbewachsener, ziemlich feuchter Stück Boden. Bis dahin konnten wir auch die Finanzierung des Projekts in der Höhe von 20.000 Euro sichern.
Leider fehlt uns für den Bau des Kinderheims noch im wesentlichen das Geld. Wir suchen Unterstützer und Spender und garantieren einen seriösen und zielgerechten Umgang mit den Spendenmitteln.
Ein neues Zuhause für Waisenkinder in Haiti
100Am 12. Januar 2010 ereignete sich auf Haiti ein verheerendes Erdbeben. Das Epizentrum lag etwa 25 km südwestlich der Hauptstadt Port au Prince.
Gemessen an den Opferzahlen handelt es sich um das schwerste Beben in der Geschichte Nord- und Südamerikas sowie um das weltweit schlimmste Beben des 21. Jahrhunderts. Nach Schätzung der Vereinten Nationen beträgt die Zahl der Toten zwischen 250.000 und 300.000; etwa 300.000 weitere Personen wurden verletzt.
Darüber hinaus wurden etwa 1,2 Millionen Menschen obdachlos und die augenblicklich dort grassierende Cholera verschärft die prekäre Lage noch einmal.
Besonders traf es die Kinder. Tausende von ihnen starben, noch mehr verloren ihre Eltern und wurden obdachlos.
Insbesondere diesen Kindern wollen wir, der ASB in Hamburg, unsere ganze Aufmerksamkeit widmen. Unterstützen wollen wir den kleinen, örtlichen und gemeinnützigen Verein „Enfant dans le desert d`Haiti“ (Kinder in der Wüste von Haiti), kurz: EFDHA. Er betreute bisher schon mit angeschlossener kleiner Schule obdachlose Waisenkinder.
Nach dem gewaltigen Beben waren plötzlich 50 Kinder wieder obdachlos. Marie-Solange Joissaint, Gründerin und Leiterin des Vereins, versucht mit ihren verbliebenen Mitarbeiterinnen, so gut es zwischen den Trümmern, Toten und umherirrenden Opfern des Erdbebens ging, die Kinder mit dem Allernotwendigsten zu versorgen. Es war räumlich ein kleines Heim auf sehr kleiner Fläche, wo die Kinder vorher schlafen konnten. Auf engstem Raum stehen jetzt wenige kleine Zelte ohne Boden, dahinter einige wackelige Tische und Bänke, eine primitive Kochstelle. An Schlaf ist, wenn es heftig regnet, nicht zu denken. Es gibt weder Betten noch Matratzen; die Kinder schlafen auf dem Boden.
Die Kinder machen dank ihrer Bezugspersonen trotzdem einen relativ zufriedenen Eindruck.
Das Zusammengehörigkeitsgefühl hilft über die erbärmlichen Wohn- und Lebensbedingungen hinweg. Es fehlt praktisch alles; die Ernährungslage ist desolat.
Das Grundstück des zerstörten Kinderheimes, das EFDHA nicht gehört, ist für die dauerhaft unterzubringenden 50 Kinder im Alter von 6-15 Jahren zu klein. Insoweit ist ein Wiederaufbau des Waisenhauses auf örtlichem Niveau an anderer Stelle vorgesehen.
Marie - Solange Joissaint, deren Familie vor Jahren nach Frankreich emigrierte und dort aufwuchs, besitzt ein eigentumsrechtlich dokumentiertes unbebautes Grundstück in Petit Goave. Die Mieteinnahmen und eine begrenzte finanzielle Unterstützung von Freunden und Familie in Frankreich waren bisher wesentliche finanzielle Grundlage der Arbeit von EFDHA. Auf dem rund 2.500 qm großen Grundstück soll nach gemeinsamer Erörterung jetzt entsprechend Ersatz geschaffen werden. Unserer Forderung entsprechend soll dieses Grundstück durch notarielle Beglaubigung auf EFDHA übergehen.
Die „Bebauung“ auf ortsüblichem Niveau wird derzeit vom ASB-Büro zusammen mit EFDHA geplant:
Die Gesamtkosten werden auf mindestens 65.000 € geschätzt. Eine sog. „Mailingaktion“ in der Vorweihnachtszeit 2010 hat bei angeschriebenen ASB-Mitgliedern der ASB-Ortsverbände Hamburg-West und Hamburg-Mitte rd. 8.300 € erbracht. Die Grundschulklasse „Turmaline“ der Theodor-Haubach-Schule in Hamburg-Altona hat dazu im Rahmen einer eigenen kleinen Benefizveranstaltung mit 200 € beigetragen, die Schüler der Schule an den Teichwiesen in Volksdorf, in Hamburg mit 1.600,00 €.
Sammlungen wurden bei den Kunden der Großhandelskette Fegro und im EKZ Hamburg-Billstedt durchgeführt. Ein privater Förderer unserer Arbeit hat uns eine Zuwendung von 20.000 € bei entsprechendem Projektverlauf in Aussicht gestellt.
Letzte Änderung: Freitag, 16.12.2011
Kontakt

Ortsverband Hamburg-Mitte e. V.
Vorsitz: Harald Beese
Geschäftsstelle:
Suurheid 20 (Halle 15)
22559 Hamburg
Telefon: 040 831131
Fax: 040 835995







