10 Jahre ASB Gambia
Vom 24. bis 30. April 2012 feiert der ASB Gambia sein 10-jähriges Bestehen. Alle Projektfreunde sind herzlich zu den Feierlichkeiten eingeladen.
In 10 Jahren wurde eine Menge erreicht.
Im Health-Center werden pro Jahr über 30.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen in den Bereichen Schwangerschaftsvorsorge, Geburt und AIDS-Prävention und -behandlung. Außerdem stehen ein Labor, ein Bettenhaus, ein Rettungsdienst mit Rettungswagen und eine Zahnarztpraxis zur Verfügung.
Unter größten Anstrengungen gelang es unter der Leitung von Gudrun Lehmbeck und Beatrice Weigelt das Projekt erfolgreich zu gestalten. Ständige finanzielle und materielle Engpässe konnten nur mit Hilfe von Freunden und Unterstützern aus Deutschland überwunden werden.
Ein besonderes Projekt ist "Face".
Dieses Projekt liegt uns besonders am Herzen. Der Name verdeutlicht den Sinn der Aktion, bei der ehrenamtlich tätige Fachärzte aus Deutschland in ihrer Freizeit unter dem Dach des ASB helfen, schlimme Gesichtsmissbildungen (sog. Hasenscharten) bei Kindern zu korrigieren.
Hier sind vor allem zu nennen:
Dr. med. Dr. med. dent. Lei Li, Chefarzt der Klinik für Mund- Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie in Oldenburg und Dr. Dr. Joachim Siegert aus Gifhorn .
Hunderten von Kindern und Jugendlichen aus Gambia, in Einzelfällen auch aus den benachbarten Ländern Senegal, Guinea-Bissau, Guinea-Conakry und Mail, wurde geholfen.
Kinder mit entstellten Gesichtern werden in diesem Kulturkreis in der Öffentlichkeit dämonisiert und müssen ihr Leben am Rande der Gesellschaft fristen. Ein schrecklicher Zustand! Es ist daher von großer Bedeutung, die kleinen Patienten frühzeitig zu operieren und damit eine relativ normale Entwicklung einzuleiten. Diese Operationen ermöglichen den Kindern wieder ein menschenwürdiges Leben zu führen.
Das alles funktioniert nur mit finanzieller Unterstützung. Die Kosten in Höhe von ca. 300,00 €, die für eine Operation anfallen, sind für die betroffenen Familien in Gambia unerschwinglich.
Zum Vergleich: Operation in Deutschland liegt bei 10.000 bis 30.000 €.
Unser Spendenkonto dafür:
Commerzbank Hamburg,
BLZ 200 800 00,
Konto 00 54 54 54 00,
Stichwort: Face
ASB GAMBIA Health Clinic
Im Oktober 2009 stand die ASB Klinik kurz vor dem Aus, nur durch drastische Sparmaßnahmen und Unterstützung von Privatpersonen war es möglich den Klinikbetrieb aufrecht zu erhalten. Gerettet wurde der ASB Gambia durch die vom ASB Hamburg Mitte initiierte und vom ASB Landesverband Hamburg durchgeführte Mailingaktion im Dezember 2009. Eine Summe von € 27.000 kam für den ASB Gambia zusammen. Das Projekt „FACE“ konnte im Februar 2009 durchgeführt werden, ein Zuschuss für die Mietkosten und der Kauf von med. Ausrüstung und Medikamenten wurden von diesen Spenden finanziert. Ohne diese Hilfe ist es fraglich, ob das Krankenhaus überlebt hätte. Für das Jahr 2010 war das Budget des ASB Gambia damit gedeckt.
Die finanzielle Krise im Jahr 2009 kam durch die hohen Kosten bei der med. Versorgung von HIV Patienten zustande. Hier ist besonders zu erwähnen, dass versprochene Finanzmittel vom National Aids Sekretariat (- NAS -gesponsert vom Global Fund) nicht kamen, der Abschluss mit dem Global Fund Round 8 hatte sich um fast ein Jahr verspätet und der ASB war genötigt aus Eigenmitteln ca. € 24.000 über diesen Zeitraum in das Projekt zu stecken.
Zusätzlich hat die weltweite Finanzkrise auch das kleine Land Gambia nicht verschont, aus humanitären Gründen konnten wir viele Patienten nicht ablehnen, die die anfallenden Gebühren nicht bezahlen konnten. Viele Arbeitsplätze sind verloren gegangen, die Preise für Grundnahrungsmittel sind extrem gestiegen und Familienmitglieder, die in der Diaspora leben, konnten plötzlich die monatliche Unterstützung an ihre Familien in Gambia nicht mehr leisten. Aber auch der Anstieg der Mieten in den Ballungsräumen führt zu immer geringeren finanziellen Mitteln für die Betroffenen. Landflucht stellt auch in Gambia ein großes Problem dar.
Um die gegenwärtige Arbeit/Projetfelder ASB Klinik in Gambia etwas anschaulicher bzw. transparenter darzustellen, stellen wir unsere Projekte und Hauptaktivitäten mit den einzelnen finanziellen Engpässen vor.
Die mit Hilfe vom ASB Lüneburg gegründete NGO“ ASB Gambia“ wurde 2001 ins Leben gerufen, im Mai 2002 wurde die Klinik in Dippakunda eröffnet. Mit der Unterstützung des ASB Lüneburg, mit großer Unterstützung des ASB Hamburg Mitte und natürlich mit der langjährigen Unterstützung des ASB Deutschland ist aus der anfänglich kleinen Gesundheitsstation des ASB Gambia eine gut ausgerüstete Klinik geworden, die im Jahr 2009 mehr als 36.000 Patienten versorgt hat. Vierzig lokale Mitarbeiter und zwei deutsche Führungskräfte beschäftigt die Klinik. Zusätzlich derzeit noch drei Freiwillige aus dem Weltwärts Programm und lokale Praktikanten. Im Juni 2009 hat der ASB Deutschland sein Projektbüro hier aufgegeben und die Finanzierung der Projektkoordinatorin Gudrun Lehmbeck eingestellt. Außerdem läuft die Förderung von jährlich € 20.000,- Ende 2010 aus. Eine Finanzielle Unterstützung von € 5.000,- für das Jahr 2011 wurde vom ASB Deutschland in Aussicht gestellt.
Der ASB Gambia ist eine eigenständige NGO, sieben Vorstandsmitglieder steuern die Belange des Vereins. Die NGO / Verein wurde nach dem Vorbild des ASB Deutschland gegründet, die Satzung und das Leitbild des ASB in Deutschland steuern die Belange. Leider ist es so, dass viele Spender / Organisationen oft denken, dass der ASB Gambia zu der großen Mutterorganisation in Deutschland gehört und nicht eigenständig ist. Eventuell ist eine neue Namensgebung für den ASB Gambia sinnvoll, um mehr Unterstützung von Spendern zu bekommen.
Letzte Änderung: Sonntag, 05.02.2012
Kontakt

Ortsverband Hamburg-Mitte e. V.
Vorsitz: Harald Beese
Geschäftsstelle:
Suurheid 20 (Halle 15)
22559 Hamburg
Telefon: 040 831131
Fax: 040 835995


