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Reggio-Pädagogik - was ist das?

Die historische Entwicklung der Kindereinrichtungen in Reggio Emilia

1963 baute die Stadtverwaltung von Reggio Emilia ihr Netz von Erziehungseinrichtungen für Kinder von 3 bis 6 Jahren auf. Dabei stützten sie sich auf Erfahrungen von Frauenorganisationen, die selbstverwaltete Einrichtungen (Scuola) gegründet hatten und Erfahrungen von Einrichtungen, die nach dem 2. Weltkrieg in den Dörfern und äußeren Vororten von Reggio geschaffen worden waren.

Ende der 60er Jahre kam es bedingt durch die Frauenbewegung, den Anregungen von Loris Malaguzzi, der die Inhalte der pädagogischen Arbeit stark geprägt hat und den Anstrengungen der Kommune, die den Familienbedürfnissen nachkommen wollte, zu einem weiteren Ausbau. 1971 wurde die erste Einrichtung für Kinder unter 3 Jahren geschaffen. "Scuole dellínfanzia" (Schulen der Kindheit) werden die Einrichtungen genannt.

Die Reggio-Pädagogik wurde 1991 von der UNESCO als die weltweit beste Pädagogik zur Erziehung von Kindern im Vorschulalter anerkannt. Diese internationale Anerkennung führte zu einer weiteren Aufmerksamkeit in der pädagogischen Fachwelt und zahlreichen Studienreisen nach Reggio Emilia.

2006 wurde das Internationale Zentrum "Loris Malaguzzi" eröffnet, ein Dokumentationszentrum als Ort des kulturellen Austausches, der Begegnung und Forschung.

Pädagogisches Konzept

Die Erziehungseinrichtungen in Reggio Emilia sind seit Beginn immer durch fortschrittliche und theoretische Überlegungen sowie durch ihre enge Verbindung zu Wissenschaft und Forschung und durch die ständigen Fortbildungen des Personals gekennzeichnet.

Weitere Merkmale dieser Einrichtungen sind die aufeinander bezogene kollegiale Arbeitsweise, die besondere Bedeutung der Räume, die ein erzieherisches Element darstellen, das Atelier und die intensive und lebendige Mitwirkung der Familien sowie die Beteiligung der Stadt.

Die Reggio-Pädagogik geht davon aus, dass Kinder über ein großes Maß an Kompetenzen verfügen und daran interessiert sind, diese zu erweitern. Sie haben eine eigene Kultur, in der Realitätssinn und Kreativität eng miteinander verbunden sind. Sie lernen durch tägliche Erfahrungen, durch Erkunden, Experimentieren und vor allem dadurch, dass sie ihre Entdeckungen, Empfindungen, Erlebnisse und Deutungen mit "hundert Sprachen" zum Ausdruck bringen.

Der Erzieherin kommt in der Reggio-Pädagogik eine neue Bedeutung zu. Sie entfernt sich von der traditionellen Anleitungsfunktion hin zur Begleiterin und Dialogpartnerin der Kinder. Sie schafft eine Atmosphäre des Wohlbefindens, hört den Kindern zu, beobachtet sie, stützt durch ihr eigenes Interesse und aktive Begleitung die "Forschungsprozesse" der Kinder. Sie stellt Ressourcen zur Verfügung, gibt Impulse und reflektiert die Erfahrungen im Team. Sie ist Beratungspartnerin für die Eltern.

Die Räume der Einrichtungen erfahren eine besondere Bedeutung. Sie sollen Geborgenheit geben und bieten Herausforderungen zum Aktivwerden an. Gestaltungs- und Erkundungsmedien werden offen präsentiert; Spiegel, Schattenspiel, Verkleidungszonen sowie Leuchttisch und Projektoren sind in jedem Raum anzutreffen. Der Raum soll die Kinder darin unterstützen, in ihrer Identität wahrzunehmen und zu akzeptieren, andere Rollen auszuprobieren, mit anderen kommunizieren und die dingliche Welt zu erkunden.

Weiterführende Links:

* Die hundert Sprachen des Kindes - ein Gedicht von Loris Malaguzzi

* Vereinigung zur Förderung der Reggiopädagogik in Deutschland e.V.: www.dialog-reggio.de

Kontakt

Foto von  Dorothea  Held-Samsche
Kita Burgwedel
Dorothea Held-Samsche

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Burgwedel 3a
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Telefon: 040 5508777
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