ASB Hamburg

Arbeiter-Samariter-Bund

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Schülerinnen machen Museum

Die Idee:

Schülerinnen und Schüler der Schule Bunatwiete sollen interdisziplinär an außerschulischen Lernorten arbeiten. In diesem Fall: Ausstellungen von der Idee bis zu Ihrer Umsetzung im Museum eigenverantwortlich zu realisieren. Die Schüler erledigen alle anfallenden Aufgaben selbst: Sie forschen, interviewen, erarbeiten Konzepte, suchen, erforschen und pflegen die Objekte, planen und realisieren das Ausstellungsdesign, entwickeln die Ausstellungsdidaktik (angefangen bei den Ausstellungstexten bis hin zu multimedialen und interaktiven Einheiten), gestalten ein pädagogisches Begleitprogramm, organisieren die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und sorgen wieder für den Abbau der Ausstellung und den wohlbehaltenen Rücktransport der Objekte.

Die Harburger Schüler haben zudem immer einen konkreten Bezug zu ihrer eigenen (Heimat-) Geschichte, die durch die Auseinandersetzung mit Zeitzeugen und originalen Schriftquellen äußerst lebendig und greifbar wird.

Dieser umfassende Ansatz ermöglicht die Einbeziehung einer Reihe von Unterrichtsfächern, wie zum Beispiel Geschichte, Gesellschaftskunde, Informatik, Technik/Werken, Gestaltung/Kunst oder Deutsch. Je nach Projektinhalt können noch andere Fächer integriert werden. Aus verschiedenen Klassen werden Teams gebildet (kooperative Lerngruppen ), die je nach ihren Fähigkeiten für die einzelnen Schwerpunkte der Ausstellungsarbeit verantwortlich sind. Sie werden von den Fachlehrern, den Mitarbeitern des Museums und -je nach Bedarf-externen Ausbildern angeleitet. Regelmäßige Treffen des gesamten Beratungsteams gewährleisten die Koordination der Gruppe.

So lernen die Schüler an einem konkreten Ausstellungsvorhaben nicht nur theoretisches Fachwissen im Bereich Geschichte und Politik, sie arbeiten fächerübergreifend und können sozusagen en passant Fertigkeiten in den Bereichen Forschung (Recherche unter Nutzung der entsprechenden Einrichtungen, Text- und Quellenbearbeitung), EDV und Mediengestaltung, Handwerk, Design, Öffentlichkeitsarbeit und Pädagogik entwickeln.

Darüber hinaus erproben sie ihre Teamfähigkeit und haben die Möglichkeit, ihre soziale Kompetenz zu fördern und zu erweitern.

Ausgewählte Themen sind:

Freie Schule Harburg 1923 - 1933 ( Eine Theatergruppe stellt in den heutigen Klassenräumen „Schule des letzten Jahrhunderts“ in Sketchen vor

Wege ehemaliger SchülerInnen: Die Roma und Sinti der „Sammelschule“ (1933-1939)

Die Schule Bunatwiete im Krieg

Die Partner

Schule Bunatwiete in Hamburg-Harburg
Eine ehemalige „Freie Schule“, von SozialdemokratInnen, KommunistInnen und FreidenkerInnen als Reformschule ins Leben gerufen, die im Jahre 2003 ihren 80. Gründungstag feiert. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten sollen Schülerinnen und Schüler auf den Spuren der Geschichte der Schule forschen. Die Suche nach Zeitzeugen, Schicksalen von Ehemaligen aufdecken und nach Exponaten suchen. Fächer- und klassenübergreifender Ansatz, der mit einer Ausstellung im Harburger Helms- Museum seinen Höhepunkt findet.

Helms-Museum
Die Abteilung Stadtgeschichte des Helms-Museums in Hamburg-Harburg bietet mit ihren Räumen in der Alten Feuerwache einen idealen Rahmen für das oben beschriebene Vorhaben. Die Ausstellungen können sowohl im Foyer als auch im ersten Stock des Haupthauses der Feuerwache stattfinden. Die Magazine, eine Werkstatt und Arbeitsräume (kleine Handbibliothek, Zeitungsarchiv) befinden sich auf dem Gelände und stehen den SchülerInnen zur Verfügung. Die Feuerwache liegt relativ zentral und ist sowohl mit öffentlichen als auch privaten Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Eine fachliche Begleitung der Projekte durch eine Wissenschaftlerin und durch andere SpezialistInnen ist gegeben.

SMS - SOZIAL MACHT SCHULE -
Das Sozialpraktikum arbeitet seit vielen Jahren mit unterschiedlichsten Harburger Schulen sehr erfolgreich zusammen und ist gleichzeitig über soziale Einrichtungen in der Lage, junge und alte Menschen zusammen zu bringen. Das kann beispielsweise bei der Recherche nach Personen, Photos, Exponaten, Interviews etc. sehr hilfreich sein.
Der Träger dieses Projektes, der ASB, hat mehr als 55.000 Mitglieder, viele davon südlich der Elbe. Er verfügt auch über eine eigene Zeitung, die sehr aufmerksam gelesen wird.

Arbeit und Lernen Hamburg GmbH (alh)
Arbeit und Lernen, ein Qualifizierungsträger im öffentlich geförderten Arbeitsmarkt, ist bei der Unterstützung der Ausgestaltung, mit den Zimmerleuten, Tischlerinnen, Malerinnen und der gesamten Abteilung Öffentlichkeitsarbeit bzgl. Der Erstellung von web-sites, Plakaten, Internet-Präsenz etc. behilflich.

Die PSD-Bank Nord eG, Hamburg, unterstützt das Projekt SMS finanziell und ermöglichte dadurch die Realisierung dieses Vorhabens

Sonstige Partner
Presse (NDR,HAN, Elbe-Wochenblatt, Die Woche in Harburg, Harburger Rundschau (HA))

Laufzeit des Projektes
Die Steuerungsgruppe -bestehend aus LehrerInnen, WissenschaftlerInnen und ProjektmitarbeiterInnen von SMS- hat bereits mehrfach getagt, um Eckpunkte für das Projektvorhaben zu sichern.

Die SchülerInnen unterschiedlichster Klassen sind sehr motiviert und haben bereits eigene Recherchen und Ideen zum Gelingen beigebracht. Das Projekt bietet den KollegInnen die Möglichkeit, modernsten Unterricht für diese Projekt zu erproben.

Der Ausstellungsbeginn ist für Ende Juni/Anfang Juli 2003 geplant. Die Ausstellung wird zuerst im Harburger Helms-Museum gezeigt, dann Anfang Oktober 2003 in die Schule Bunatwiete und evtl. in die Öffentliche Bücherhalle Harburg verlegt.

Info

Das Projekt ruht z.Z.