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Arbeiter-Samariter-Bund

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Runden rennen für Kinder in Madagaskar

300 Schüler des Hildegardis-Gymnasiums machten gestern beim Sponsorenlauf im Stadtpark mit.
Für jede geschaffte Runde klingelten die Spenden für das Kinderhilfsprojekt "AMAR" in Madagaskar lauter in der Kasse.

Im Stadtpark herrschte aufgeregtes Wuseln. Während die einen schnell ihre Sportschuhe schnürten, fragten sich die anderen, wann's nur endlich los geht. Mit zwanzig Minuten Verspätung war es dann soweit: Das Signal für den Spendenlauf des Hildegardis-Gymnasiums, bei dem rund 300 Schüler mit liefen, um Geld für ein Kinderhilfsprojekt in Madagaskar zu sammeln.

„Ich will mindestens zehn Runden schaffen"  „Wir wollten bei uns in Deutschland etwas dafür tun, Spenden für das Projekt in Madagaskar zusammen zu bekommen", erklärt die 14 Jährige Elena Bröckelmann, die mit ihren Mitschülern den Sponsorenlauf organisiert hat. Bei ihrem Besuch der Partnerschule "Trois Mares" in Le Tampon auf der französischen Insel La Reunion lernte sie mit ihrer Klasse die kleine Organisation "AMAR" auf Madagaskar kennen. "Die setzt sich für eine Verbesserung der Hygiene, Versorgung mit Medikamenten, Einrichtung der Schule und die Schulspeisung ein. Das haben wir bei einer Filmpräsentation und einer Ausstellung erfahren", erklärt Lehrerin Daniela Wingeneld. Von dem Engagement waren ihre Schüler so beeindruckt, dass sie sich entschlossen, diesen Sponsorenlauf zu organisieren. Jeder Läufer musste im Vorfeld einen Geldgeber finden, der pro geleistete Runde einen vorher festgelegten Betrag spendet. Bei Elena sind es Eltern und Freunde, die zehn bis 50 Cent locker machen. "Ich hab' mir vorgenommen, mindestens zehn Runden zu schaffen", sagt sie und knufft Freundin Hannah Wilkens, die sich nicht auf eine bestimmte Rundenzahl festlegen will, in die Seite: "Komm! Wir sind doch sportlich." Neben Verwandten und Bekannten hat sich mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) übrigens auch ein offizieller Sponsor gefunden.

„Schüler beweisen soziale Kompetenz statt Egoismus"  Er stellt im Rahmen des Sozialprojektes "Sozial macht Schule" nicht nur einen gelb- roten Rettungswagen für die mögliche Behandlung kleiner Blessuren zur Verfügung, sondern wirft auch einen Euro pro joggenden Schüler in die Sammelbüchse. " Das ist ein ganz, ganz toller Einsatz, den die Schüler hier bringen. So was muss man unterstützen", erklärt Frank Hoyer vom ASB und freut sich, dass die Jugendlichen sich frei von Egoismus für andere einsetzen. "Damit bewiesen sie soziale Kompetenz."

Paradies der Armut Madagaskar ist mit seinen 587041 Quadratmetern die viertgrößte Insel der Welt. Die Präsidialrepublik liegt im Indischen Ozean vor der Ostküste Afrikas mit einer Küstenlänge von 4828 Kilometern. Doch während Reiseführer und Tourismusveranstalter die tropische Insel mit einer Tier- und Pflanzenwelt, wie sie sonst nirgendwo zu finden ist, als einen Garten Eden beschreiben, ist das Leben für die Menschen dort weniger paradiesisch. Fast Dreiviertel leben unterhalb der Armutsgrenze. Besonders betroffen sind davon Kinder.

WAZ Bochum vom 9. Mai 2006

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